Etiketten sind längst mehr als kleine Kleberchen. Sie steuern Warenflüsse, halten Hygiene- und Informationspflichten ein, beschleunigen Abläufe und sorgen für ein konsistentes Kundenerlebnis. Ob Preis- und Regaletiketten im Einzelhandel, HACCP-/MHD-Kennzeichnung in der Gastronomie, Back-of-House-Küchenlabels oder PZN- und Inventarlabels in Apotheken und Krankenhäusern: Der richtige Labeldrucker spart Zeit, reduziert Fehler und macht deinen Alltag spürbar leichter. Und weil du häufig mit Kassensoftware wie GastroSoft oder PosSoft arbeitest, muss die Anbindung reibungslos funktionieren – am besten out of the box.
In diesem Guide zeigen wir dir praxisnah, wie du die passende Drucktechnologie, Auflösung, Materialien, Kleber, Formfaktor und Schnittstellen wählst. Dazu bekommst du Best-Practice-Workflows, Compliance-Hinweise (LMIV, Allergene, HACCP), Modellklassen-Empfehlungen und TCO-Tipps. Am Ende weißt du genau, was zu deinem Einsatz passt – und wie MagicPOS dich bei Auswahl, Finanzierung und schnellem Go-live unterstützt.
Einsatzzwecke nach Branche – was brauchst du wirklich?
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Einzelhandel:
- Preisetiketten, Regaletiketten, Aktionsaufkleber, SKU-/EAN-Barcodes.
- Meist Standardgrößen wie 58 × 40 mm, 70 × 25 mm oder 80 × 30 mm.
- Fokus: gute Lesbarkeit bei 203 dpi, hohe Druckgeschwindigkeit, günstige Medien.
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Gastronomie & Hotellerie:
- HACCP-/MHD-Labels, Prep-/Production-Labels für Mise en Place, Day-Dots, TK-/Kühlhaus-Kennzeichnung, Allergenhinweise an Buffets.
- Oft ablösbare Kleber für Gastrobehälter (GN), Größen z. B. 50 × 25 mm, 60 × 40 mm.
- Fokus: wasser-/fettresistent, ggf. Tiefkühl-tauglicher Kleber, schnelle Bedienung im Back-of-House.
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Medizin (Apotheken, Krankenhäuser):
- PZN-Labels, Rezeptur-/Defekturkennzeichnung, Bestand-/Inventarlabels, Proben-/Laborlabels.
- Typisch kleine Etiketten 25 × 12 mm bis 50 × 25 mm, häufig 300 dpi für feinste Schrift/Barcodes.
- Fokus: wisch- und desinfektionsmittelbeständig (PP/PET), dauerhafte Haftung, präziser Barcode (z. B. Code 128/Datamatrix je nach Vorgabe).
Tipp: Starte mit deinem Use Case, nicht mit der Hardware. Schreibe 3–5 Anforderungen auf (z. B. “klein, mobil, ablösbar, WLAN, 300 dpi”). Damit trennst du schnell Must-haves von Nice-to-haves.
Direktthermo vs. Thermotransfer – die Grundsatzentscheidung
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Direktthermo (DT):
- Funktionsprinzip: hitzeempfindliches Papier schwärzt sich durch den Druckkopf, kein Farbband nötig.
- Vorteile: geringste Betriebskosten (nur Etiketten), schnell, kompakt, ideal für kurzlebige Labels.
- Einsatz: Preis-/Regaletiketten, Versand-/Lagerlabels, HACCP-/MHD-Labels im Tages-/Wochenbereich.
- Grenzen: weniger UV-/Hitze-/Chemikalienbeständigkeit; Ausdruck kann im Sonnenlicht ausbleichen.
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Thermotransfer (TT):
- Funktionsprinzip: Wachs/Harz-Farbband wird per Hitze auf das Etikett übertragen.
- Vorteile: extrem haltbar, chemikalien- und wischfest; geeignet für PP/PET und Spezialmaterialien.
- Einsatz: Medizin (PZN, Inventar), Archive, Outdoor, langlebige Kennzeichnung.
- Grenzen: zusätzliches Verbrauchsmaterial (Ribbons), etwas höhere TCO, meist größere Geräte.
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Auflösung – 203 vs. 300 dpi:
- 203 dpi: Standard im Handel und für große Barcodes/Schriften; schnell und wirtschaftlich.
- 300 dpi: Besser für kleine Etiketten, feine Grafiken, dicht gepackte Barcodes (z. B. PZN, Datamatrix).
- Faustregel: Je kleiner das Etikett oder je komplexer der Code, desto eher 300 dpi.
Entscheidungshilfe: Wenn deine Labels <30 mm Höhe, sehr fein bedruckt oder besonders beständig sein müssen, tendiere zu 300 dpi und Thermotransfer. Für alltägliche Retail-/Gastro-Aufgaben ist 203 dpi Direktthermo oft perfekt.
Materialien, Kleber und Widerstandsfähigkeit – damit’s hält (oder sich lösen lässt)
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Materialien:
- Papier: günstig, gut bedruckbar; für kurz- bis mittelfristige Nutzung (Retail, Tageslabels).
- PP (Polypropylen): wasser-/fettresistent, robust; gut für Gastro & leichte Chemikalienbelastung.
- PET (Polyester): sehr robust, temperatur- und chemikalienbeständig; ideal in Medizin/Industrie.
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Kleber:
- Permanent: sitzt fest, für Inventar, Medizin, Regaletiketten.
- Ablösbar (removable): rückstandsfrei entfernbar; optimal für Gastrobehälter, temporäre Labels.
- Spezialkleber: Tiefkühl (-20 °C), hitzestabil, stark haftend auf niederenergetischen Oberflächen.
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Widerstandsfähigkeit:
- Wasser/Öl/Fett: wähle PP/PET und TT-Harz- oder Wachs/Harz-Ribbons.
- Desinfektionsmittel: bevorzugt PET + Harzband.
- UV/Licht: TT-Druck meist überlegen; bei DT nur bedingt geeignet.
Praxis: In der Küche setze für Prep-Labels ablösbare DT-Papieretiketten ein, sofern sie nicht nass/ölig werden. Für TK oder feuchte Bereiche lieber PP + TT. In Apotheken/Kliniken: PP/PET permanent + TT mit Harzband.
Größe, Mechanik und Formfaktor – Komfort zählt im Alltag
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Etikettengrößen:
- Retail: 58 × 40 mm, 70 × 25 mm, 80 × 30 mm – gut lesbar und kompatibel.
- Gastro: 50 × 25 mm, 60 × 40 mm, runde Day-Dots; genügend Platz für Datum/Name/Allergene.
- Medizin: 25 × 12 mm bis 50 × 25 mm für kleine Flächen und enge Radien.
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Cutter/Peeler:
- Automatikcutter: schneidet Rollen präzise – ideal für Batchdruck (viele Etiketten am Stück).
- Peeler (Abziehhilfe): löst das Etikett halb vor – ideal für On-Demand, einhändige Entnahme.
- Ohne: günstigster Aufbau, du reißt ab der Abrisskante ab.
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Mobil vs. stationär:
- Mobil (2–3 Zoll): leicht, Akku, Bluetooth/WLAN; perfekt für Küche, Inventur, Room-Service.
- Desktop (4 Zoll): Allrounder für Tresen/Backoffice; kompaktes Gehäuse, solide Leistung.
- Industrie (4–6 Zoll): Metallchassis, hohe Durchsätze, große Rollen; für Zentrallager/Langläufer.
Denke an Rollenkerne (25/40/76 mm) und maximale Rollendurchmesser: Große Rollen = weniger Wechsel, weniger Stillstand.
Schnittstellen & Anbindung – GastroSoft und PosSoft ohne Frust
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Schnittstellen:
- USB: stabil und simpel am Kassentisch/PC.
- LAN (Ethernet): verlässlich im Netzwerk, ideal für mehrere Arbeitsplätze.
- WLAN: flexibel ohne Kabel, perfekt für wechselnde Plätze – achte auf gutes Roaming in Küchen/Hotels.
- Bluetooth: schnell gekoppelt für mobile Drucker, Tablets/Handhelds.
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Software & Treiber:
- Achte auf solide Windows-Treiber und Unterstützung gängiger Druckersprachen (z. B. ZPL/EPL/TSPL).
- Vorlagen-Editoren vereinfachen die Template-Erstellung (Logo, Felder, Barcodes).
- Integration: Mit GastroSoft/PosSoft solltest du Etiketten direkt aus Artikeldaten, Rezepturen oder Lagerbewegungen drucken können – idealerweise per Druckvorlage und Hotkey.
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Praxis mit MagicPOS:
- Wir richten dir Drucker auf Wunsch vor, legen Standard-Templates an (Preis, HACCP, PZN/Inventar) und testen die Ausgabe aus GastroSoft/PosSoft.
- Remote-Support hilft bei Netzwerkfreigaben, Druckerbenennung und dem Mapping je Arbeitsplatz (z. B. Tresen vs. Küche).
Workflows & Compliance – so bleibst du schnell und rechtssicher
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LMIV & Allergene (Gastronomie/Hotellerie/Einzelhandel mit Food):
- Pflichtangaben: Bezeichnung, Zutatenliste, Nettofüllmenge, MHD/Verbrauchsdatum, ggf. Los-/Chargennummer, Hersteller/Importeur. Allergene müssen hervorgehoben werden.
- Best Practice: Vorlagen mit fixen Feldern + dynamischen Daten (Datum, Charge, Mitarbeiterkürzel). Allergene typografisch hervorheben (z. B. G, E, F in Großbuchstaben oder Fettschrift, je nach Vorgabe).
- Workflow: Artikel wählen → Menge/Charge erfassen → Druck auf ablösbares oder PP-Etikett je nach Einsatz.
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HACCP:
- Inhalte: Produktions-/Öffnungszeitpunkt, Verbrauchs-/MHD, verantwortliche Person, Lagerzone (Kühl/TK), ggf. Temperatur.
- Farben/Icons helfen in der Küche (Wochentage, Kühlschrank-/Tiefkühlsymbol).
- Mobile Drucker mit Peeler beschleunigen das Bekleben direkt am GN-Behälter.
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PZN & Medizin:
- Sichere, gut lesbare Barcodes (z. B. Code 128/Datamatrix je nach Vorgabe), geprüft mit Verifikations- oder Scan-Tests.
- Materialien: PP/PET, permanent; TT mit Harz-Ribbon für Desinfektionsbeständigkeit.
- Workflow: Scannen → Daten aus Warenwirtschaft/Kommissionierer → Etikett mit PZN, Charge, Verfalldatum drucken.
Hinweis: Prüfe regelmäßig die aktuell gültigen rechtlichen Vorgaben (regionale/branchenspezifische Updates). MagicPOS hilft dir, Templates regelkonform umzusetzen – ohne Rechtsberatung zu ersetzen.
Empfohlene Modellklassen – schnelle Orientierung
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Für den Einzelhandel:
- Desktop-Direktthermo, 4 Zoll, 203 dpi, LAN/USB. Optional Cutter für Batchdruck.
- Medien: DT-Papier, permanent, Standardgrößen (58 × 40 mm).
- Warum: schnell, günstig, integriert sich sauber an die Kasse.
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Für Gastronomie/Back-of-House:
- Mobiler 2–3-Zoll-DT-Drucker mit Peeler, WLAN/Bluetooth; plus ein stationärer 4-Zoll-Desktop für Backoffice.
- Medien: ablösbare DT-Papierlabels (Tagesnutzung) plus PP für feuchte Bereiche.
- Warum: Tempo direkt an der Station, Flexibilität bei wechselnden Prozessen.
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Für Hotellerie (Buffet/Backoffice):
- 4-Zoll-Desktop, 203 dpi (Buffet/Allergene ggf. 300 dpi), WLAN/LAN, Cutter optional.
- Medien: ablösbar für temporäre Beschilderung; PP bei Reinigungsbelastung.
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Für Apotheken/Krankenhäuser:
- 4-Zoll-Thermotransfer, 300 dpi, LAN/USB; bei hoher Last Industriegehäuse.
- Medien: PP/PET, permanent; Harz- oder Wachs/Harz-Ribbon je nach Chemikalienkontakt.
- Warum: maximale Barcodequalität, Beständigkeit gegen Desinfektion, langlebige Markierung.
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Für Lager/Wareneingang (branchenübergreifend):
- 4–6-Zoll-Industrie-Drucker, 203 dpi, hohe Geschwindigkeit, große Rollenkerne.
- Medien: DT für Versand, TT für langlebige Regal-/Inventarlabels.
Tipp: Wenn du uns dein typisches Druckvolumen (Labels/Tag) nennst, dimensionieren wir Druckwerk, Rollen und Ersatzteile passend – so vermeidest du Engpässe.
TCO im Griff – so rechnet es sich wirklich
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Medienkosten:
- DT ist günstiger im Verbrauch (kein Ribbon). TT kostet mehr pro Etikett, hält aber länger – spart Nachdrucke.
- Standardisiere Formate und Material, um Volumenpreise zu bekommen.
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Hardware & Zubehör:
- Wähle die richtige Klasse (mobil/desktop/industrie). Cutter/Peeler nur, wenn’s den Workflow beschleunigt.
- Ersatzdruckköpfe und Andruckrollen einplanen, vor allem bei hohem Durchsatz.
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Zeit & Ausfall:
- Große Rollen = weniger Wechselzeiten. LAN/WLAN stabil einrichten, damit es im Peak nicht hakt.
- Templates einmalig sauber bauen, dann per Hotkey/Scan automatisieren.
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Energie & Umwelt:
- Moderne Geräte sind sparsam; Schlafmodi nutzen. Bei TT alte Ribbons korrekt entsorgen.
- Materialwahl: wo möglich Papier/DT; wo nötig PP/PET – und nicht umgekehrt.
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Finanzierung:
- Cashflow-schonend mit Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung. Rechne TCO inkl. Service/Support – Ausfallzeiten sind der größte versteckte Kostenblock.
Rechenhilfe: Summiere Medien + Ribbons + Zeitaufwand pro Monat. Setze gegenüber: weniger Fehler, schnellere Prozesse, längere Haltbarkeit (TT). So wird aus “billig” schnell “teuer” – oder umgekehrt.
Warum MagicPOS deine Einführung beschleunigt
- Fachkundige Beratung: Seit 2016 sind wir tief im POS- und Etikettenalltag zuhause – vom Einzelhandel bis zur Klinik. Wir übersetzen deinen Use Case in eine klare Gerätekonfiguration.
- Branchenfit: Vorlagen und Workflows abgestimmt auf GastroSoft und PosSoft – inklusive Testdruck und Übergabe im laufenden Betrieb.
- Remote-Support & Fernwartung: Wir helfen bei Netzwerkanbindung, Treibern, Fonts, Barcodes und Template-Logik – schnell, ohne Vor-Ort-Termin.
- Schneller Versand: Lagernde Gerätetypen und Standardmedien sind zügig bei dir – wichtig, wenn du kurzfristig launchst oder nachrüsten musst.
- Flexible Finanzierung: Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung – passend zu deinem Budget und Cashflow.
- Faire Preise & TSE-erprobte POS-Expertise: Von der fiskalkonformen Kasse bis zum Etikettendruck – alles aus einer Hand, skalierbar und zukunftssicher.
Wenn du willst, starten wir mit einem kurzen Check: Branche, Einsatzort(e), Etikettengrößen, Materialwünsche, Druckvolumen/Tag, Schnittstellen (USB/LAN/WLAN/Bluetooth) und Software-Setup (GastroSoft/PosSoft). Danach erhältst du eine konkrete Empfehlung mit TCO-Blick – und bist in kurzer Zeit druckbereit.