Bon ist nicht gleich Bon – und Drucker ist nicht gleich Drucker. Ob du im Einzelhandel täglich hunderte Belege ausgibst, in der Gastro Produktionsbons zuverlässig an die Küche schickst oder in Apotheke und Krankenhaus patientenbezogene Quittungen brauchst: Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich. Der passende Bondrucker spart Zeit, verhindert Fehler und sorgt dafür, dass du gesetzliche Vorgaben wie Belegausgabepflicht oder TSE‑Signatur sauber erfüllst. In diesem Praxis‑Guide bekommst du einen klaren Überblick über stationäre Drucker am Checkout, robuste Küchendrucker und mobile Bondrucker – plus eine knackige Checkliste, typische Workflows und Tipps zu Kosten, Zubehör und Einführung.
Drei Druckertypen – drei Einsatzwelten
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Stationär am Checkout (POS)
- Klassisch am Kassentisch im Einzelhandel, an der Hotelrezeption oder am Apothekencounter.
- Meist Thermodirektdruck mit 80 mm Papierbreite, hoher Geschwindigkeit und automatischem Cutter.
- Stabile Schnittstellen (USB/LAN), optional WLAN/Bluetooth für flexible Platzierung.
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Küchendrucker (Back of House)
- Für Produktionsbons in der Küche oder an Bar/Pass.
- Robuste, spritzgeschützte Gehäuse, lauter Signalgeber und hohe Temperaturtoleranz.
- Je nach Umgebung Thermo (mit Schutzgehäuse) oder Nadeldruck (unempfindlicher gegenüber Hitze/Feuchtigkeit).
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Mobile Bondrucker
- Für Service am Tisch, Zustellung, Inventur oder temporäre Verkaufsflächen.
- Kompakt, leicht, oft 58 mm Papierbreite, Akku‑Betrieb, Tragegurt/Clip.
- Drahtlose Anbindung via Bluetooth oder WLAN, Fokus auf Ergonomie und Laufzeit.
Die Entscheidungs‑Checkliste (zum Abhaken)
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Druckgeschwindigkeit
- Einzelhandel/Großvolumen: schnell (z. B. 200–300 mm/s) für kurze Wartezeiten.
- Küche: Geschwindigkeit ist wichtig, aber Lesbarkeit und Signalgebung sind entscheidend.
- Mobil: ausreichend für Bons on‑the‑go, Fokus auf Akku und Zuverlässigkeit.
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Papierbreite: 58 mm oder 80 mm
- 80 mm: mehr Infofläche, klare Logos/QR‑Codes, ideal am Checkout und für TSE‑Belege.
- 58 mm: kompakt, günstiger, beliebt im mobilen Einsatz und in eng bebauten Countern.
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Schnittstellen: USB, LAN, WLAN, Bluetooth
- USB: zuverlässig am festen Platz.
- LAN: perfekt für mehrere Kassen/Stationen und stabile Netzwerke (z. B. Küche).
- WLAN: flexibel ohne Kabel, beachte Netzqualität.
- Bluetooth: ideal mobil oder für kurze Distanzen am POS.
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Lautstärke und Signalgeber
- Küche/Bar: deutlicher Buzzer, konfigurierbar.
- Apotheke/Patientenaufnahme: leiser Betrieb, optional ohne Signalton.
- Einzelhandel: moderat – Cuttergeräusch beachten.
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Spritzschutz und Temperaturbeständigkeit (Küche)
- IP‑geschützte Gehäuse/Abdeckungen gegen Fett, Dampf, Spritzwasser.
- Beständig bei höherer Umgebungstemperatur; Papierqualität anpassen.
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Akkulaufzeit und Tragekomfort (mobil)
- Laufzeit über eine Schicht (Wechselakku ideal).
- Geringes Gewicht, bequemer Gurt/Clip, robuste Gummierung.
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Fiskale Anforderungen: TSE und Belegausgabepflicht
- Der Drucker selbst ist nicht „TSE‑fähig“, aber er muss mit deiner TSE‑Kasse zusammenarbeiten.
- Beleg muss TSE‑Pflichtangaben (z. B. Signatur/QR‑Code) sauber lesbar drucken.
- 80 mm Papier erleichtert die Darstellung, 58 mm geht mit angepasstem Layout.
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Software‑Kompatibilität: GastroSoft und PosSoft
- Treiber/Protokolle kompatibel (ESC/POS u. ä.).
- Getestete Profile für GastroSoft/PosSoft, inkl. Layouts für Produktionsbons und TSE‑Belege.
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Betrieb und Montage
- Wand‑/Untertisch‑Montage, papierseitige Ausgabe oben/vorn (Schutz vor Dampf).
- Cutter‑Haltbarkeit, leichtes Papierladen (Drop‑in).
Einzelhandel: Checkout‑Profi mit Click & Collect
Im Store zählt jeder Sekundenbruchteil an der Kasse. Ein stationärer Thermodrucker mit 80 mm Papierbreite, hohem Durchsatz und zuverlässigem Cutter ist die erste Wahl. Über LAN bindest du den Drucker sauber in mehrere Kassen ein; USB ist eine robuste Alternative für Einplatz‑Setups. WLAN ist sinnvoll, wenn Kabel stören oder der Drucker flexibler platziert werden soll.
Typische Workflows:
- Standard‑Checkout mit Bar‑, Karten‑ oder Mobile‑Payment: schneller Bon mit Logo, QR‑Code für Treueprogramm, ggf. digitaler Beleglink.
- Click & Collect: Abholschein im Lager, Abholbeleg am Counter; oft zwei Drucker – einer im Backoffice, einer am POS.
- Retouren/Umtausch: übersichtliche Belege mit Barcode zur schnellen Verbuchung.
Worauf du achten solltest:
- Klare QR-/Barcodes: passende Druckdichte und Papierqualität.
- Cutter‑Qualität bei hohem Volumen.
- Einfache Einbindung in PosSoft: getestete Treiber, stabile Druckerwarteschlangen.
- Optional: Kassenschubladen‑Trigger über den Bondrucker (Kassenlade‑Anschluss).
Tipp zu Kosten: 80 mm Rollen sind pro Rolle etwas teurer, liefern aber weniger Papierwechsel und bessere Lesbarkeit. Plane einen kleinen Vorrat an Bonrollen ein, damit du in Hochzeiten nicht nachbestellen musst.
Gastro/Hotellerie: Tischinkasso trifft Produktionsbons
In der Gastronomie entscheidet Zuverlässigkeit. Für Tischinkasso im Service eignet sich entweder ein stationärer 80‑mm‑Drucker am Stationsterminal oder ein mobiler 58‑mm‑Drucker am Gurt – je nach Konzept und Laufwegen.
Tischinkasso:
- Mobile Bondrucker über Bluetooth mit dem Handheld/Tablet gekoppelt.
- Schnelles Splitten von Rechnungen, Trinkgeldoptionen, digitale und gedruckte Belege.
- Leichtes Gewicht und praxistaugliche Akkuwechsel sind Gold wert.
Produktionsbons in der Küche:
- Robuste Küchendrucker mit akustischem Signal, gut sichtbarer Bon‑Ausgabe.
- Spritzschutzgehäuse, frontale Papierausgabe gegen Dampf/Fette.
- Wahl zwischen Thermo (schnell, leise) und Nadeldruck (unempfindlich, druckt auch auf hitzestabilem Papier).
- LAN‑Anbindung bevorzugt (stabil in geschäftigen WLAN‑Umgebungen).
Typische Workflows:
- Bestellaufnahme am Tisch, Bon geht parallel an Küche (Food) und Bar (Drinks).
- Korrekturen/Stornos werden als klar gekennzeichnete Bons gedruckt.
- Produktionsreihenfolge und Stationen (Vorspeise/Grill/Pizza/Bar) über Küchenrouten gesteuert.
Kompatibilität:
- Mit GastroSoft sind Produktionslayouts, Kursfolgen und Stationen komfortabel einstellbar.
- Drucker sollten ESC/POS‑kompatibel sein, damit Sounds/Schriftschnitte/Formatierungen sauber ankommen.
Medizinische Einrichtungen: Präzision und Diskretion
In Apotheken und Krankenhäusern müssen Belege verlässlich, gut lesbar und häufig patientenbezogen sein. Dazu kommen sensible Umgebungen, in denen leiser Betrieb zählt.
Typische Workflows:
- Quittungen für Zuzahlungen, Rezeptgebühren, Kassenbons mit Positionsdetails.
- Abholscheine für Bestellungen (Rezeptur/Heimbelieferung).
- Patientenaufnahme/Entlassung: Gebührenquittungen und Informationsbelege.
Empfehlungen:
- Stationäre 80‑mm‑Drucker am HV‑Tisch (Apotheke) oder an der Patientenaufnahme.
- Leiser Betrieb ohne lauten Signalgeber; Frontausgabe verhindert Staub/Flüssigkeiten im Gerät.
- Netzwerk (LAN) für mehrere Schalter/Terminals; alternativ USB an Einzelplätzen.
- Chemikalien‑/Desinfektionsmittel‑resistente Gehäuseoberflächen sind praktisch.
Fiskalisches:
- TSE‑konforme Kassensoftware ist Pflicht im steuerlichen Verkaufskontext (z. B. Apothekenkasse).
- Der Beleg muss die TSE‑Signatur/QR‑Informationen klar darstellen. 80 mm ist hier im Vorteil, 58 mm funktioniert mit optimiertem Layout.
Kompatibilität:
- PosSoft/GastroSoft (wo relevant, z. B. Klinikgastronomie) gewährleisten saubere Beleglayouts und TSE‑Infos.
- Achte auf saubere Treiberinstallation und Testdrucke pro Arbeitsplatz.
Fiskalvorgaben klar erfüllen: TSE und Belegausgabepflicht
Kurz und knapp:
- Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) sitzt in der Kasse, nicht im Drucker. Dein Drucker muss aber das vom Kassensystem erzeugte Beleglayout exakt wiedergeben.
- Belegausgabepflicht: Du musst dem Kunden einen Beleg bereitstellen – gedruckt oder digital. Für Gedrucktes sind Lesbarkeit, Vollständigkeit und langlebige Ausdrucke entscheidend.
- QR‑/Matrixcodes: Wähle eine Druckdichte und Papierqualität, die von Scannern zuverlässig erkannt wird.
- Mit MagicPOS erhältst du integrierte TSE‑Kassensysteme, die zusammen mit GastroSoft und PosSoft reibungslos drucken – inklusive vorkonfigurierter Beleglayouts.
Hinweis: Für Details zu gesetzlichen Anforderungen wendest du dich im Zweifel an deinen Steuerberater. In der Praxis stellt MagicPOS sicher, dass deine Kasse und dein Drucker die Richtlinien technisch korrekt umsetzen.
Gesamtbetriebskosten und Zubehör im Blick
Total Cost of Ownership (TCO) wird oft unterschätzt. Achte auf:
- Papierkosten
- 80 mm Rollen kosten etwas mehr, sparen aber Zeit durch seltenere Wechsel.
- Thermopapierqualität: BPA‑frei, langzeitstabil, gute Schwärzung für QR‑Codes.
- Wartung
- Regelmäßige Reinigung von Andruckwalze und Cutter verlängert die Lebensdauer.
- Küchenumfeld: zusätzliche Schutzhauben/Filter rechnen sich schnell.
- Ersatzteile/Verschleiß
- Cutter‑Zyklen und Druckkopf‑Lebensdauer prüfen.
- Für mobile Drucker: Zweitakku und Ladeschalen einplanen.
- Energie
- Thermodirekt ist energieeffizient; bei vielen Stationen summiert sich Standby‑Verbrauch – Energiesparmodus nutzen.
Zubehör, das den Alltag leichter macht:
- Bonrollen in passender Breite (58/80 mm), idealerweise in Kartons vorrätig.
- Barcodescanner (kabelgebunden oder kabellos) für Retouren, Gutscheine, Patienten‑IDs.
- Kassenschublade, idealerweise über den Bondrucker ansteuerbar (RJ‑Anschluss).
- Wand‑/Untertischhalter für Küche/eng bebaute Kassenplätze.
- Netzwerktechnik: Switches/Access Points mit QoS für stabile WLAN‑Druckjobs.
So unterstützt dich MagicPOS bei Auswahl und Einführung
MagicPOS Kassen IT Fachhandel GmbH wurde 2016 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Mühlingen am Bodensee und ist seit 2021 als GmbH unterwegs. Was für dich zählt: Wir kombinieren fiskalkonforme Kassensysteme mit den passenden Druckern und Zubehör – abgestimmt auf Handel, Gastro/Hotellerie sowie medizinische Einrichtungen.
Deine Vorteile:
- Integrierte TSE‑Kassensysteme
- Fertig vorkonfiguriert, rechtssicher, mit GastroSoft und PosSoft kompatibel.
- Beleglayouts inkl. TSE‑Signatur/QR‑Codes getestet – stationär, in der Küche und mobil.
- Fachberatung, die zu deiner Branche passt
- Wir klären mit dir Druckvolumen, Papierbreite, Schnittstellen, Montage und Umgebungsbedingungen.
- Küchen‑Setups mit Signalgebern, Spritzschutz und richtigen Papierqualitäten.
- Fernwartung und schneller Support
- Remote‑Einrichtung von Druckern, Treibern und Netzwerkfreigaben.
- Notfallhilfe bei Cutter‑/Papierstau, Layoutproblemen oder WLAN‑Störungen.
- Flexible Finanzierung
- Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung – du entscheidest, was zu deinem Cashflow passt.
- Wettbewerbsfähige Preise und schneller Versand
- Damit dein Rollout nicht an Lieferzeiten scheitert.
Unser Vorgehen in der Praxis:
1) Bedarf klären: Branche, Volumen, Workflows (z. B. Tischinkasso, Click & Collect, Patientenquittungen).
2) Technik planen: Papierbreite, Schnittstellen, Montage, Kitchen‑Routing, mobile Nutzung.
3) Einrichtung: Drucker testen, GastroSoft/PosSoft anbinden, Beleglayouts finalisieren.
4) Go‑Live: Schulung, Checklisten für Mitarbeiter, Fallback‑Szenarien (z. B. Zweitdrucker).
5) Betrieb: Fernwartung, Nachbestellung von Bonrollen/Zubehör, regelmäßige Funktionschecks.
Fazit: Die richtige Wahl trifft deine Realität
Stationär am Checkout, robust in der Küche oder leicht und mobil – der richtige Bondrucker richtet sich nach deinen echten Abläufen. Mit der Checkliste oben findest du schnell heraus, welche Papierbreite, Schnittstellen, Lautstärke, Schutzklasse oder Akkuleistung du brauchst. Wenn TSE‑Pflichten, Belegausgabepflicht und Software‑Kompatibilität mit GastroSoft und PosSoft sauber zusammenspielen, druckt dein System nicht nur Bons, sondern schafft reibungslose Prozesse.
Wenn du magst, begleitet dich MagicPOS von der Auswahl über die Konfiguration bis zum laufenden Betrieb – mit fairen Preisen, schneller Lieferung, Fachberatung, Fernwartung und flexiblen Finanzierungen. So wird aus „Welcher Drucker passt?“ ganz schnell „Läuft!“.