Securpharm gehört in der Offizin inzwischen zum Alltag: DataMatrix-Code scannen, Verifizierung anstoßen, Abgabe dokumentieren – alles rechtssicher, schnell und ohne Störungen für den HV-Flow. Damit das klappt, braucht es Hardware, die perfekt auf den Apothekenprozess abgestimmt ist. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Mix aus 2D-Imager-Scanner und Apothekendruckern erreichst du Tempo, Präzision und Ausfallsicherheit – und entlastest gleichzeitig dein Team.
In diesem Leitfaden zeige ich dir, worauf es ankommt: von der Scannertechnik über die passenden Bauformen und Schnittstellen bis hin zum Drucker-Vergleich. Dazu gibt’s praxisnahe Tipps für die Platzierung am HV, Mehrplatzbetrieb, TSE-Einbindung – sowie eine Checkliste und Beispiel-Setups. Am Ende weißt du genau, welche Komponenten in deiner Offizin Sinn ergeben und wie du sie zügig in Betrieb nimmst.
2D-Imager statt Laser: das macht den Unterschied bei Securpharm
Securpharm setzt auf DataMatrix-Codes (ECC200) in sehr kompakter Größe. Hier spielen 2D-Imager ihre Stärken aus – Laser-Scanner sind dafür schlicht nicht gemacht.
- Omnidirektional und fehlertolerant: 2D-Imager lesen DataMatrix in beliebiger Ausrichtung. Selbst leicht gewölbte, matte oder glänzende Oberflächen (Blister, Faltschachteln mit Lack) sind kein Problem.
- Hohe Dekodierleistung: Imager sind auf ECC200 optimiert und holen Daten auch aus beschädigten, verschmutzten oder kontrastschwachen Codes.
- Zukunftssicher: Neben DataMatrix liest du auch QR, PDF417, Aztec sowie klassische 1D-Barcodes. Gut, wenn Herstellerkennzeichnungen variieren oder du weitere Prozesse (Wareneingang, Inventur) abbildest.
- Feedback ohne Blick auf den Bildschirm: Gute Imager liefern akustisches und optisches Feedback direkt am Gerät – das ist im HV essenziell.
- Hygiene und Robustheit: Viele Healthcare-Varianten sind desinfektionsmittelresistent, mit geschlossenen Gehäusen und IP-Schutz gegen Flüssigkeiten.
Kurz: Für Securpharm führt kein Weg an 2D-Imagerscannern vorbei. Laser-Modelle sind für 1D-Barcodes gedacht und scheitern oft an kleinen, dichten Matrixcodes oder spiegelnden Oberflächen.
Scanner-Bauformen und Features, die deinen HV-Workflow schneller machen
Je nach HV-Situation unterscheiden sich die Anforderungen. Diese Bauformen und Optionen solltest du kennen:
- Handscanner mit Standfuß (Präsentationsmodus)
- Ideal, wenn du flexibel bleiben willst: In der Halterung scannst du freihändig, nimmst den Scanner nur bei Bedarf in die Hand (z. B. bei großen Packungen oder schlecht platzierten Codes).
- Achte auf einen stabilen, schweren Standfuß und einen Weitwinkel-Imager, damit Packungen „vorbeigeführt“ werden können.
- Reine Präsentationsscanner (Tisch- oder Säulenform)
- Für maximalen Durchsatz: Kundschaft bezahlen lassen, Packung nur kurz durch die Scan-Zone bewegen – fertig.
- Empfohlen bei hohem Frequenzaufkommen oder mehreren parallelen Kassenplätzen.
- Desinfektionsmittel-resistente Gehäuse
- Healthcare-Modelle sind gegen Alkohol-/Ammonium-basierte Reiniger resistent, besitzen geschlossene Tastenmatten und versiegelte Optikfenster. Das verlängert die Lebensdauer spürbar.
- Akustische, optische und haptische Quittierung
- Lautstärke und Tonhöhe einstellbar (wichtig bei Plexiglas, Umgebungsgeräuschen).
- LED-Rahmen oder Lichtbänder zeigen „Scan ok“ im peripheren Blickfeld.
- Vibra-Feedback (bei einigen Handscannern) ist praktisch in lauten Umgebungen.
- Kabelführung und Austauschbarkeit
- Abnehmbare, verriegelbare USB-Kabel sind im Apothekenalltag Gold wert. Ein Kabelbruch lässt sich schnell beheben, ohne das ganze Gerät zu tauschen.
Tipp: Für Securpharm am HV funktioniert ein Präsentations-Setup meist am schnellsten. Für Backoffice (Wareneingang, Retouren) sind Handscanner mit größerer Reichweite und optionaler Zielbeleuchtung komfortabel.
Schnittstellen richtig wählen: USB/HID, LAN, WLAN – und was wirklich zählt
- USB/HID (Keyboard-Emulation)
- Plug-and-Play an den meisten Kassen-PCs und Warenwirtschaftssystemen.
- Gibt gescannte Daten wie Tastatureingaben aus – kompatibel, aber weniger steuerbar.
- USB-COM/Virtual COM
- Für Systeme, die serielle Kommunikation oder OPOS/SDKs nutzen. Mehr Kontrolle über Trigger, Beep, Beleuchtung, Pufferung.
- Bluetooth (für Scanner)
- Flexibel, wenn du dich vom HV absetzen willst (z. B. Sichtwahl, Regale). Achte auf eine Ladestation und sichere Kopplung (HID/Serial over BT).
- LAN/WLAN
- Bei Scannern selten, bei Druckern sehr relevant.
- Für Bondrucker und Etikettendrucker ist LAN die erste Wahl im Mehrplatzbetrieb: zentraler Drucker, mehrere Kassenplätze, saubere Rechtevergabe.
- WLAN ist praktisch, wenn keine Verkabelung möglich ist – achte auf stabile Access-Points, Roaming-Verhalten und Netzsegmentierung.
Faustregel: Scanner am HV per USB/HID für maximale Kompatibilität, Backoffice optional per BT. Drucker im Mehrplatzbetrieb per LAN, am Einzelplatz per USB. WLAN nur, wenn die Infrastruktur wirklich stabil ist.
Apothekendrucker im Vergleich: 80-mm-Bondrucker vs. (Thermo-)Etikettendrucker
Du brauchst in der Offizin meist beides: einen schnellen, robusten 80-mm-Kassenbon-/Dokumentendrucker und einen separaten Etikettendrucker für Rezepte, Regale und Individualetiketten.
- 80-mm-Thermobondrucker mit automatischem Cutter
- Einsatzzweck: Kassenbons, Zahlungsbelege, Lieferscheine/Übergabebelege, ggf. Abholscheine.
- Kriterien:
- Druckbild: 203 dpi reichen für Text, Logos und QR-/TSE-Codes. Achte auf guten Kontrast und gleichmäßiges Schwärzen.
- Geschwindigkeit und Lautstärke: 200–300 mm/s sind Standard; leiser Druck minimiert Störungen am HV.
- Cutter-Qualität: Vollschnitt/Teilschnitt, hohe Lebensdauer (z. B. >1,5 Mio. Schnitte) verhindert Papierstau.
- Treiber und Protokolle: Windows-Treiber, OPOS/JavaPOS, ESC/POS-Kompatibilität für Kassensoftware und TSE-Ausgabe.
- Schnittstellen: USB für Einzelplatz, LAN für Mehrplatz; bei Bedarf RS232 oder BT/WLAN.
- Netzwerkfähigkeit: Feste IP, DHCP, Web-Interface für Konfiguration.
- Thermo- und Thermotransfer-Etikettendrucker
- Einsatzzweck: Rezept-Etiketten, Regaletiketten, Preis-/Warnhinweise, Rezeptur-/Individualetiketten.
- Technologie:
- Thermodirekt: Ohne Farbband, schnell und einfach. Für kurzlebige Etiketten.
- Thermotransfer: Mit Farbband, abrieb- und chemikalienbeständig – ideal für Rezeptur, Kühlung, Lager und feuchte Flächen.
- Kriterien:
- Auflösung: 203 dpi für Standardetiketten; 300 dpi für sehr kleine Schrift, Logos und 2D-Codes auf engem Raum.
- Medienhandling: Spender-/Peeler-Funktion, Cutter für Einzeletiketten, externer Rollenhalter für große Mengen.
- Treiberkompatibilität: Windows/OPOS, ZPL/TSPL/EPL je nach Software; einfache Einbindung in Warenwirtschaft.
- Lautstärke: Gerade im HV angenehm, wenn der Etikettierer leise arbeitet.
- Netzwerkfähigkeit: LAN für Mehrplatzdruck, definierte Freigaben/Queues.
Praxisbewährt: Bondrucker mit LAN als zentraler Belegdrucker pro HV-Insel, dazu ein 300-dpi-Thermotransfer-Etikettierer im Backoffice für hochwertige, beständige Etiketten.
Praxis-Tipps: Platzierung, Mehrplatzbetrieb, Ausfallsicherheit und TSE-Einbindung
- Platzierung am HV-Tisch
- Präsentationsscanner so positionieren, dass Packungen intuitiv durch die Scan-Zone geführt werden können (45°-Winkel, ausreichend Abstand zur Kante).
- Bondrucker seitlich unter dem Tresen montieren, Papierwechsel nach vorne, Cutter frei. Kabelkanäle gegen Hängenbleiben.
- Etikettendrucker außerhalb der Kundenzone, aber in Griffweite – ideal mit Peeler, damit die Etiketten sofort appliziert werden können.
- Mehrplatzbetrieb
- Drucker per LAN einbinden und jedem Kassenplatz eine eigene Queue zuweisen. So bleiben Belege/Etiketten eindeutig zuordenbar.
- Scanner bleiben meist lokal per USB – keine Latenzen, keine Session-Konflikte.
- Ausfallsicherheit
- Halte ein Ersatzgerät bereit: ein vorkonfigurierter Bondrucker plus ein universeller 2D-Handscanner decken 95% der Fälle ab.
- Standardisiere Verbrauchsmaterial: gleiches Bonpapier/Etikettenmaß in allen Bereichen.
- Konfiguration sichern: Druckerprofile, IPs, TSE-Bonlayouts dokumentieren; im Idealfall als Export sichern.
- Einbindung ins Kassensystem mit TSE
- Achte darauf, dass der Bondrucker ESC/POS oder den vom Kassensystem geforderten Treiber unterstützt, damit TSE-relevante Inhalte (Signaturdaten, QR-Codes) korrekt gedruckt werden.
- Netzwerktrennung beachten: TSE (z. B. via Kasse) und Drucker dürfen keine unnötigen Latenzen durch WLAN/Powerline bekommen – kabelgebunden ist stabiler.
- Teste den kompletten Belegfluss inkl. Securpharm-Scan bis zum Ausdruck: erst wenn Scan-Feedback, Warenwirtschaft und TSE-Bondruck sauber zusammenarbeiten, ist der HV-Prozess wirklich „glatt“.
Beispiel-Setups: vom kompakten HV bis zur leistungsfähigen Mehrplatz-Offizin
- Kompakt-HV (Einzelplatz)
- 2D-Handscanner mit Standfuß (Healthcare-Variante, USB/HID)
- 80-mm-Bondrucker mit USB, automatischem Cutter
- Optional: kleiner Thermodirekt-Etikettierer (203 dpi) am gleichen PC
- Vorteile: Kosteneffizient, schnell eingerichtet, ideal für Apotheken mit moderatem Durchsatz
- HV-Speed-Setup (Mehrfrequenz)
- Präsentationsscanner (große Scan-Zone, optisches LED-Feedback)
- 80-mm-Bondrucker mit LAN, zentral an der HV-Insel
- Thermotransfer-Etikettendrucker mit 300 dpi im Backoffice (LAN)
- Vorteile: Maximaler Durchsatz, saubere Trennung von Belegdruck und Etikettierung, robuste Netzwerkintegration
- Flex-Setup für Sichtwahl und Wareneingang
- Bluetooth-Handscanner mit Ladestation (umschaltbar HID/Serial)
- 80-mm-Bondrucker per LAN
- Etikettendrucker mit Peeler-Funktion, LAN
- Vorteile: Mobilität bei Inventur/Wareneingang, stabile Druckinfrastruktur am HV
- High-Reliability-Setup
- Doppeltes Druckerset (2× 80-mm-Bondrucker, davon einer als Hot-Standby im Netz)
- Standard-Handscanner als Backup neben Präsentationsscanner
- Konfigurationsprofile auf USB-Stick, Ersatzkabel im HV
- Vorteile: Minimale Ausfallzeiten, schneller Tausch ohne Technikerbesuch
Checkliste: so triffst du schnell die richtige Gerätewahl
Scanner
- 2D-Imager mit DataMatrix/ECC200-Optimierung
- Bauform passend zum HV: Präsentation oder Handscanner mit Standfuß
- Desinfektionsmittel-resistentes Gehäuse (Healthcare)
- Akustisches/optisches (ggf. haptisches) Feedback, einstellbar
- USB/HID am HV; optional Bluetooth fürs Backoffice
- Austauschbares, verriegelbares Kabel
- 80 mm, Thermodirekt, automatischer Cutter, leiser Druck
- 203 dpi mit sauberem Druckbild (Logos, TSE-QR)
- Schnittstellen passend: USB für Einzelplatz, LAN für Mehrplatz
- Treiber/Protokolle: Windows, OPOS/ESC-POS
- Web-Interface, statische IP optional
Etikettendrucker
- Einsatzzweck klären: Thermodirekt (kurzlebig) vs. Thermotransfer (beständig)
- Auflösung 300 dpi für kleine Schrift/Barcodes empfehlenswert
- Peeler/Cutter je nach Workflow
- LAN für Mehrplatzbetrieb
- Medien- und Farbbandverfügbarkeit berücksichtigen
Betrieb/Integration
- Platzierung und Kabelführung am HV festlegen
- Druckerqueues je Kassenplatz, Test des kompletten Workflows (Scan → TSE → Druck)
- Ersatzgerät und Verbrauchsmaterial vorrätig
- Dokumentation und Backup der Konfiguration
Wie du schnell startest: Lieferung, Finanzierung und Remote-Einrichtung
Du willst keine Projekt-Odyssee – verständlich. So kommst du in kurzer Zeit zu einem belastbaren Setup:
- Schnelle Lieferung: Achte auf kurzfristig verfügbare Modelle und Standardzubehör (Kabel, Netzteile, Rollen/Etiketten). Bei MagicPOS profitierst du von lagernden Geräten und zügigem Versand.
- Ratenkauf oder Kauf auf Rechnung: Schont dein Budget und erlaubt, gleich das bessere – und auf Dauer günstigere – Gerät zu nehmen.
- Remote-Einrichtung: Per Fernwartung richten Fachberater Scannerprofile, Druckertreiber, IPs und Beleglayouts ein, prüfen das Zusammenspiel mit deinem Kassensystem inkl. TSE und begleiten dich durch den ersten Live-Test am HV.
- Branchen-Know-how: Eine Beratung, die die Besonderheiten von Offizin, Sichtwahl, Rezeptur und Securpharm kennt, spart dir langes Try & Error.
Wenn du den Mix aus 2D-Imager und passenden Apothekendruckern sorgfältig planst – und auf verlässliche Hardware plus saubere Integration setzt – läuft Securpharm im Alltag so, wie es soll: schnell, rechtssicher und ohne deinen HV auszubremsen. Und dein Team kann sich auf das Wesentliche konzentrieren: die Beratung deiner Patientinnen und Patienten.