SecurPharm ist Alltag – und genau deshalb darf es nicht bremsen. Vom Wareneingang über Retouren bis zur Abgabe am HV-Tisch muss jedes Arzneimittelpaket sicher verifiziert und korrekt ausgebucht werden. Der Schlüssel: 2D-Imager-Scanner, die den DataMatrix-Code zuverlässig lesen, und Drucker, die Belege und Etiketten schnell und sauber liefern. Wenn beides sauber zusammenspielt, minimierst du Fehlermeldungen, sparst Zeit und hältst deinen Workflow auch in Stoßzeiten stabil.
In diesem Beitrag bekommst du konkrete Entscheidungshilfen: Welche Scanner-Funktionen bringen dir wirklich etwas im Apothekenalltag? Welche Drucker passen an Kasse, Rezeptur und Lager? Und wie stellst du sicher, dass alles nahtlos mit deiner Warenwirtschaft spricht? Plus: Checklisten, Bundle-Ideen und Services, die dir die Integration abnehmen.
2D-Imager-Scanner: Was zählt wirklich für SecurPharm
Für SecurPharm brauchst du 2D-Imager, die den DataMatrix-Code verlässlich lesen – auch wenn die Faltschachtel glänzt, geknickt ist oder der Code am Rand sitzt. Achte auf:
- Omnidirektionales Lesen: Egal wie der Code gehalten wird – der Scanner sollte ihn ohne Ausrichten erfassen. Das spart Sekunden bei jedem Scan.
- Hohe Lesequote auf glänzenden Oberflächen: Pharma-Faltschachteln reflektieren, was einfache Sensoren irritiert. Gute Imager haben Anti-Reflex-Algorithmen und schaffen auch schwierige Kontraste.
- Bewegungstoleranz und Schnelligkeit: Hohe Frames per Second (FPS) und aggressive Decodierung sorgen für flüssige Scans am HV-Tisch.
- Zielhilfe und Feedback: Deutlicher Zielpunkt, konfigurierbarer Beep und Vibrations-Feedback sind Gold wert in einer lauten Offizin.
- Desinfektionsmittelbeständiges Gehäuse: Healthcare-Modelle (HC) sind auf regelmäßige Wischdesinfektion ausgelegt (alkohol-/ammoniumhaltig), ohne dass Gehäuse oder Fenster blind werden.
- Robustheit: Mindestens 1,5 m Fallresistenz, optional IP-Schutz für Staub/Feuchtigkeit – gerade im Lager oder in der Rezeptur relevant.
- Hands-free-Option: Mit Präsentationsstand scannst du freihändig – ideal am Kassenplatz, wenn beide Hände gebraucht werden.
Platzierung und Bauform:
- Kassenplatz (HV): Präsentationsscanner oder Handscanner mit Standfuß; Kabelverbindung (USB) ist hier meist erste Wahl für Stabilität und Stromversorgung.
- Wareneingang/Lager: Handscanner mit größerem Tiefenschärfebereich; je nach Stellfläche gerne kabellos, um Kartons flexibel zu scannen.
- Rezeptur: Kompakter HC-Handscanner, kabelgebunden – robust, leicht zu desinfizieren, wenig Ladeaufwand.
Kabelgebunden vs. kabellos:
- Kabelgebunden: Maximale Zuverlässigkeit, keine Akkupflege, volle Leistung. Perfekt für feste Arbeitsplätze.
- Kabellos (Bluetooth/2,4 GHz): Bewegungsfreiheit, Scannen direkt am Regal oder am Karton. Achte auf austauschbare Akkus, Ladestationen mit Zweitakku-Slot und eine Reichweite, die dein Offizin/Lager wirklich abdeckt. Wähl im Zweifel Bluetooth-Klassen mit geringerer Störanfälligkeit und ggf. Pin-Pairing (Datenschutz).
Scanner-Einstellungen, die helfen:
- Tastatur-Emulation (HID) vs. serielle/OPOS: HID funktioniert meist „plug & play“. Für hohe Performance mit Warenwirtschaftssystemen kann OPOS/seriell sinnvoll sein.
- Datenformat: Prefix/Suffix (z. B. Enter-Taste), um den Scan direkt in das richtige Feld deiner Warenwirtschaft zu schreiben.
- Beleuchtung/Auslösung: Automatisches Erkennen im Präsentationsmodus am HV, manueller Trigger im Lager.
SecurPharm im Ablauf: Wareneingang bis Abgabe
- Wareneingang: Scanne jede Faltschachtel zur Verifizierung. Gute Imager erkennen selbst kleine, schlecht gedruckte Codes. Tipp: Richte einen dedizierten Wareneingangsplatz mit großem Bildschirm, kabelgebundenem Scanner und stabilem Stand ein. So erkennst du Warnungen sofort und arbeitest fehlerarm.
- Retouren/Rückruf: Ein hochwertiger Imager verhindert Fehlablesungen und Doppel-Scans. Für Serien von Rückgaben lohnt sich ein kabelloses Modell mit Puffer-/Batch-Funktion.
- Abgabe (HV): Präsentationsmodus spart Handgriffe. Stelle den Scanner so, dass Kundinnen und Kunden nicht direkt ins Licht schauen, und dass der Code in einem Zug erfasst wird – ohne dass die Packung gegen den Stand stößt.
- Störfälle: Fällt die Online-Verbindung zur Verifikationsdatenbank kurzfristig aus, hilft ein Setup, das klar kennzeichnet, was später nachzuholen ist. Dein Prozess sollte eine definierte Offline-Strategie haben – Hardwareseitig sorgt ein zuverlässiger Scanner dafür, dass die Ursache nicht am Lesevorgang liegt.
Hinweis: Die rechtlichen Vorgaben und Prozessdetails zu SecurPharm gibst du intern vor – die Hardware muss sie nur reibungslos unterstützen.
Drucker im Apothekenalltag: Belege vs. Etiketten richtig trennen
Du hast zwei Welten, die unterschiedliche Geräte brauchen:
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Bondrucker für Kassenbelege:
- Thermodirekt, 80 mm Papierbreite, schneller Schnitt (Auto-Cutter), 200–300 mm/s Druckgeschwindigkeit.
- Stabiler Stand am HV, leiser Betrieb, möglichst energiesparend.
- ESC/POS-Kompatibilität ist ein Plus, weil viele Kassen- und Warenwirtschaftssysteme darauf setzen.
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Etikettendrucker für Rezeptur- und Lageretiketten:
- 203 dpi reichen für Standardetiketten; 300 dpi liefern gestochen scharfe Kleinstschrift auf kleinen Etiketten (z. B. Salbentiegel, Tropfflaschen).
- Thermodirekt für kurzlebige Etiketten (z. B. Zwischenlager). Thermotransfer mit Wachs/Harz-Farbband für langlebige, chemikalien- und lichtbeständige Etiketten (Rezeptur, Gefahrstoffe).
- Medienvielfalt: Von 25×25 mm bis 100×150 mm; Spender-/Schneideoption bei Bedarf.
- Healthcare-geeignete Gehäuse und glatte Oberflächen erleichtern die Reinigung.
Konnektivität:
- USB: Einfach, stabil, ideal am Einzelplatz.
- LAN: Zentral verwalten, mehrere Arbeitsplätze ansteuern, einfaches Monitoring.
- WLAN: Flexibel, vermeidet Kabel – wichtig: gutes Signal, abgesicherte SSIDs, feste IPs oder DHCP-Reservierungen.
- Treiber/Sprachen: Windows-Treiber, OPOS für Bondrucker; ZPL/EPL/TSPL/DPL für Etikettendrucker. Prüfe, was deine Warenwirtschaft bevorzugt.
Kompatibilität mit Apotheken-Warenwirtschaft:
- Achte auf freigegebene Treiber und getestete Profile. Meist gibt es Empfehlungen deines Softwarehauses (z. B. Bondrucker mit ESC/POS, Etikettendrucker mit ZPL/TSPL).
- Plane ein Testetikett-Set (Schriftgrößen, Barcodes, Logo), damit Layouts im ersten Anlauf passen.
Konnektivität sauber planen: Scanner und Drucker im Verbund
- Netzwerkkonzept: Entscheide, welche Geräte per USB lokal und welche per LAN/WLAN zentral angesteuert werden. Für filialübergreifende Setups sind LAN-Drucker mit zentralem Monitoring klar im Vorteil.
- Ports und Kabellängen: USB-Kabel kurz halten, aktive Hubs nur mit Netzteil und am besten industriegeeignet. LAN mit PoE kann Installationen vereinfachen.
- Hygiene-Setup: Kabelwege so legen, dass sie leicht zu reinigen sind; HC-Geräte an sensiblen Plätzen einsetzen.
- USV/Absicherung: Wareneingang und Etikettendrucker an eine kleine USV hängen – verhindert abgebrochene Druckjobs und schützt Hardware.
Checklisten für die Integration
Scanner-Checkliste:
- 2D-Imager mit omnidirektionaler Erfassung und hoher Lesequote auf glänzenden Faltschachteln
- Healthcare-Gehäuse, desinfektionsmittelbeständig
- Präsentationsstand für HV, optional kabellos für Lager
- Konfiguration: HID/OPOS passend zur Warenwirtschaft, akustisches/optisches Feedback
- Test mit echten Packungen (verschiedene Hersteller, schwierige Drucke)
- Ersatzakku/Ladestation bei kabellosen Setups
- Dokumentierte Profile/Barcodes für Schnellkonfiguration
Drucker-Checkliste:
- Bondrucker: 80 mm, Auto-Cutter, hohe Druckgeschwindigkeit, ESC/POS, USB/LAN/WLAN je nach Platz
- Etikettendrucker: 203 oder 300 dpi je nach Schriftgröße; Thermotransfer für langlebige Etiketten
- Medien: passende Etikettengrößen, Materialien (chemikalien- und temperaturbeständig), Haftkraft
- Treiber/Sprachen passend zur Warenwirtschaft (Windows, OPOS, ZPL/TSPL)
- Testlayouts (Logo, Pflichtangaben, Barcodes), dauerhafte Profile speichern
- Netzwerkeinbindung (feste IP/Hostname), Freigaben und Rechte
- Ersatzrollen/Farbbänder, Schneide-/Spenderoptionen nach Bedarf
Prozess-Checkliste:
- Wareneingangsplatz mit großem Monitor, stabilem Scanner, guter Beleuchtung
- HV-Scanner im Präsentationsmodus, Position ergonomisch und blendfrei
- Offline-/Störfallprozess definiert und im Team geschult
- Reinigungsplan für Scanner/Drucker, kompatible Desinfektionsmittel
- Kurzanleitungen am Platz (Laminiert oder digital), Kontakt zum Support griffbereit
Bundle-Empfehlungen für Apotheken
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HV-Flow-Bundle:
- Präsentationsfähiger 2D-Imager (HC) am Kassenplatz, kabelgebunden
- Schneller 80-mm-Bondrucker mit Auto-Cutter (USB oder LAN)
- Optional: Zweiter Handscanner als Backup für Stoßzeiten
- Ziel: Maximale Geschwindigkeit bei Abgabe, minimale Ausfallzeiten
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Wareneingang/Lager-Bundle:
- Leistungsfähiger 2D-Handscanner, kabellos mit Ladestation und Ersatzakku
- Etikettendrucker 300 dpi für kleine, lesbare Lageretiketten
- LAN-Anbindung und feste IPs für zentrales Management
- Ziel: Effiziente Verifizierung großer Lieferungen und saubere Lagerkennzeichnung
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Rezeptur-Profi-Bundle:
- HC-Handscanner, kabelgebunden, unempfindlich gegen Desinfektion
- Thermotransfer-Etikettendrucker 300 dpi mit Harzband für chemikalienbeständige Etiketten
- Medienpaket (kleine Tiegel-/Tropfetiketten + Gefahrstoffpiktogramme)
- Ziel: Dauerhafte, gestochen scharfe Etiketten und zuverlässiger Scan bei Dokumentation
Für Filialverbünde: Ein Mischkonzept aus LAN-Druckern, zentralen Treibern und standardisierten Scannerprofilen reduziert Aufwand und Fehlkonfigurationen.
Services, die dir Arbeit abnehmen
MagicPOS Kassen IT Fachhandel GmbH unterstützt dich dabei, dass deine SecurPharm-Prozesse ohne Reibungsverluste laufen:
- Vorkonfiguration: Scanner-Profile (Prefix/Suffix, Ton/Vibration, Präsentationsmodus), Drucker-Treiber, Netzwerkparameter – fertig eingerichtet geliefert, auf Wunsch inklusive Testetiketten und Beleglayout.
- Fachberatung: Geräteevaluation passend zu deiner Warenwirtschaft und deinen räumlichen Gegebenheiten (HV, Lager, Rezeptur).
- Fernwartungspakete: Schnelle Hilfe bei Treiber-/Layoutthemen, Firmware-Updates, Profilanpassungen.
- Schneller Versand: Ersatzgeräte und Zubehör zügig vor Ort, um Ausfallzeiten zu minimieren.
- Flexible Finanzierung: Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung – ideal, um mehrere Arbeitsplätze gleichzeitig auszustatten.
- Faire Preise und klare SLAs: Wettbewerbsfähige Konditionen plus transparentes Serviceversprechen.
Wenn du möchtest, bekommst du komplette Bundle-Lösungen – vorkonfiguriert, getestet und so abgestimmt, dass Scans in deiner Warenwirtschaft sofort richtig ankommen und Belege/Etiketten im ersten Druck passen.
Fazit: Klare Technik, klarer Ablauf
SecurPharm wird dann zum Selbstläufer, wenn du drei Dinge kombinierst: verlässliche 2D-Imager-Scanner, passende Beleg- und Etikettendrucker und eine saubere Integration mit deiner Warenwirtschaft. Achte auf omnidirektionales Lesen, hohe Lesequoten auf glänzenden Faltschachteln, desinfektionsmittelbeständige Gehäuse und eine sinnvolle Platzierung am HV und im Lager. Bei Druckern trenne klar zwischen schnellen Bondruckern und hochauflösenden Etikettendruckern – mit der richtigen Konnektivität und Treiberbasis.
Mit vorkonfigurierten Bundles, Remote-Support, schnellem Versand und flexibler Finanzierung nimmst du Reibung aus dem Projekt – und konzentrierst dich auf das, was zählt: sichere Abgabe, zufriedene Kundinnen und Kunden und ein Team, das im Alltag zügig vorankommt. Wenn du Input zu Setup oder Kompatibilität brauchst, sag Bescheid – wir helfen dir, die passende Lösung für deine Apotheke auf den HV-Tisch und ins Lager zu bringen.