Wenn Du heute ein Kassensystem betreibst – ob im Einzelhandel, in der Gastronomie/Hotellerie oder in medizinischen Einrichtungen – führt an Fiskalisierung mit TSE kein Weg vorbei. Hinter dem Buzzword steckt ein klarer Zweck: Jede Transaktion muss unveränderbar protokolliert, korrekt signiert und im Prüfungsfall strukturiert exportierbar sein. Für Dich heißt das konkret:
- TSE: Technische Sicherheitseinrichtung zur manipulationssicheren Aufzeichnung.
- GoBD/DSFinV‑K: Vorschriften für korrekte Buchführung und ein standardisiertes Datenformat für Exporte.
- Belegausgabepflicht: Kund:innen erhalten einen Beleg mit TSE‑Infos.
- Kassen-Nachschau: Du musst jederzeit prüfungsbereit sein.
Die gute Nachricht: Mit einem passenden, fiskalkonformen Setup lässt sich das elegant in Deinen Alltag integrieren – ohne Reibungsverluste an Kasse, Tresen oder HV‑Tisch.
Was bedeutet TSE in Deiner Branche?
Jede Branche hat eigene Workflows und Sonderfälle. Ein gutes System passt sich Deinen Abläufen an – nicht umgekehrt.
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Gastronomie/Hotellerie:
- Tisch-, Raum- und Platzverwaltung, Gangfolge, Splitten/zusammenführen von Rechnungen, Stornos/Retouren, Trinkgeld.
- Küchen-/Thekenbons, zeitgesteuerte Happy-Hour-Preise, ggf. Übergabe an Hotelsoftware (z. B. Zimmerbuchung/House Account).
- TSE-sicher erfasste Vorgänge inkl. Bewirtungsbelegen.
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Einzelhandel/Boutique:
- Barcodes, Varianten/Größen/Farben, Etikettendruck, Inventur, Rabattregeln, Click&Collect.
- Retouren mit Referenz, Gutscheine, Kundendatei, ggf. Waagenanbindung.
- Schneller Kassiervorgang mit TSE‑Signatur ohne Wartezeit am POS.
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Apotheke:
- PZN-Artikel, Rezept- und eRezept‑Workflows (DataMatrix‑Scan), Alters-/Beratungshinweise.
- Kassenjournal, Rx/OTC‑Trennung, ggf. Kassenlade- und 2D‑Scanner‑Pflege.
- TSE‑konforme Belege mit fortlaufender Transaktionskette.
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Klinik/medizinische Einrichtungen:
- Kassenpunkte in Cafeteria, Shop, Physiotherapie oder Zuzahlungsstellen.
- Mischbetrieb (Bar-/Kartenzahlung, Mitarbeiterpreise), zentrale Artikelstämme.
- Revisionssichere Exporte nach DSFinV‑K für interne Revision und Betriebsprüfungen.
Kurz: Fiskalisierung ist überall gleich verbindlich – aber die Ausprägung im Tagesgeschäft ist je nach Branche verschieden. Genau hier setzt die Softwarewahl an.
GastroSoft vs. PosSoft: Welche Software passt zu wem?
Bei MagicPOS setzen wir im Kern auf zwei bewährte Linien: GastroSoft für Gastro/Hotellerie und PosSoft für Einzelhandel/Apotheken. Beide sind TSE‑fähig und decken die gängigen Anforderungen nach KassenSichV ab; der Unterschied liegt in den Workflows.
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GastroSoft (Gastronomie/Hotellerie)
- Typische Stärken: Tisch-/Bereichspläne, Kurs-/Küchenbons, Schankkontrolle, Split/Join von Rechnungen, Menüs/Bundles, Gutscheinverwaltung, Trinkgeldhandling.
- Hotelnahe Szenarien: Konsum auf Zimmer buchen, Tagesabschlüsse nach Kostenstelle, Übergabe an Hotel-Backoffice (je nach Integration).
- Schnelligkeit im Service: Mobil kassieren (z. B. Funkbon), stabile Netzbon-Drucke, klare Rechte-/Rollensteuerung fürs Team.
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PosSoft (Einzelhandel/Apotheken)
- Typische Stärken: Barcode-Scanning, Varianten/Artikelsets, Etikettendruck, Inventur-/Lagerprozesse, Retouren mit Referenz, Promotions.
- Apotheke-ready: 2D‑Scanner für eRezept‑Codes, PZN‑Handling, strukturierte Belege (je nach Einrichtung).
- Retail-Tempo: Kassiermaske auf schnellen Durchlauf getrimmt, Kundendisplay, Anbindung an Bondrucker/Kassenlade.
Entscheidungs-Tipp: Wenn Deine Hauptprozesse Tische, Bons, Küche und Service sind → GastroSoft. Wenn Dein Herz Barcode, Varianten, Retouren und Inventur heißt – oder Du eine Apotheke betreibst → PosSoft.
Der richtige Hardware‑Stack: Empfehlungen aus der Praxis
Ein fiskalkonformes System ist nur so gut wie seine Hardware. Diese Komponenten haben sich in 2026 bewährt:
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Kassenrechner/Terminal:
- Stationär (Windows-basiert) für klassische Theken/Counter.
- Mobilgeräte/Orderpads für Service in der Gastro.
- Achte auf genug USB/LAN‑Ports für TSE, Drucker und Scanner.
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TSE:
- Cloud‑TSE: Flexibel, zentral verwaltbar, ideal bei mehreren Kassen/Standorten.
- Hardware‑TSE (z. B. USB/SD): Lokal, robust, offlinefähig. Wichtig: Firmware/Certificates aktuell halten.
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Bondrucker:
- Thermo-Bondrucker mit LAN/WLAN für Kassentresen.
- Netzwerkküchen‑/Thekendrucker in der Gastro (spritzwassergeschützt, gut hörbarer Signalgeber).
- Tipp: Ein separater Drucker pro Produktionsbereich reduziert Laufwege und Wartezeiten.
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Barcodescanner:
- 2D‑Imager (stationär oder Handscanner) – Pflicht im Apothekumfeld wegen DataMatrix (eRezept), im Fashion/Einzelhandel für schnelle Erfassung.
- Funk-Scanner für Lager/Inventur.
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Kassenlade & Kundendisplay:
- Robuste, breite Lade mit Einsatz; Bon‑ und Summenanzeige fürs Vertrauen am POS.
- Optional: Kundenbildschirm mit digitalem Beleg/QR für E‑Beleg.
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Zusatz:
- Etikettendrucker (Einzelhandel), Waagenanbindung (z. B. Feinkost), Stoßschutz für Küchenumgebung.
- USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) für sensible Standorte.
Mit MagicPOS bekommst Du geprüfte Kombinationen, die in der Praxis laufen – inkl. schneller Lieferung und fachkundiger Einrichtung.
Migrations- und Rollout‑Checkliste: So kommst Du sauber live
Ob Umstieg von Alt‑Kasse oder Eröffnung – geh strukturiert vor. Diese Liste hat sich bewährt:
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Ist‑Analyse und Zielbild
- Welche Workflows hast Du heute? Wo hakt’s? Welche Berichte brauchst Du?
- Welche Peripherie bleibt, was wird ersetzt?
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Datenaufbereitung
- Artikelstamm (PLUs, PZN, Varianten), Steuersätze, Preise, Rabatte, Warengruppen.
- Kundendaten/Gutscheine (sofern migrierbar), Tische/Zonen in der Gastro.
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TSE‑Setup
- TSE‑Typ wählen (Cloud/Hardware), Einbindung testen.
- Zeitquelle/Zeitsynchronisation prüfen, Kassenjournal aktivieren.
- Belegkopf/-fuß mit TSE‑Infos (Seriennummer, Signaturzähler etc.) prüfen.
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Rollen, Rechte, Kassenlogik
- Bediener anlegen, Rechteprofile, Storno/Retouren-Regeln, Trinkgeldflows.
- Buchungslogik pro Kostenstelle/Filiale.
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Peripherie‑Tests
- Bondrucker (Tresen/Küche) mit Live‑Bons, Scanner mit kritischen Codes (z. B. eRezept), Kassenlade.
- Kartenzahlungen, Trinkgeld, Split‑Rechnung, Retouren.
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DSFinV‑K/Export‑Probelauf
- Tagesabschluss (Z‑Bericht), Kassenbuch/Journale checken.
- DSFinV‑K‑Export erzeugen und archivieren, Prüfer‑View simulieren.
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Schulung und Go‑Live
- Teamtraining (30–90 Minuten je nach Komplexität), Kurzleitfaden aushändigen.
- Soft‑Launch außerhalb der Peak‑Zeit, Support in Bereitschaft.
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Nachlauf und Verfahrensdoku
- Verfahrensdokumentation zur Kasse aktualisieren (Setup, Prozesse, Zuständigkeiten).
- Regelmäßige Backups/Exports und Updateplan (Software/TSE‑Firmware) festlegen.
Pro‑Tipp: Plane pro Kassenplatz 1–2 Stunden Testzeit ein. Das zahlt sich am Eröffnungstag aus.
TSE‑Checkliste: Das solltest Du abhaken
- TSE ist gültig zertifiziert und korrekt eingebunden (Cloud/Hardware).
- Kasse schreibt jede Transaktion manipulationssicher und zählt Signaturen fortlaufend.
- Beleg enthält TSE‑Pflichtangaben (u. a. Seriennummer, Signaturzähler, Zeitpunkt).
- DSFinV‑K‑Export jederzeit abrufbar; Testexport wurde geprüft und archiviert.
- Uhrzeit/Zeitzone des Systems stimmen (Zeitquelle fix).
- Rollenkonzept für Storno/Retouren dokumentiert, Journal protokolliert.
- Update‑/Wartungsfenster definiert; Firmware/Software auf aktuellem Stand.
- Notfallplan bei Ausfall (Drucker, Netz, Internet bei Cloud‑TSE) vorhanden.
- Verfahrensdokumentation vorhanden und aktuell.
Wenn Du diese Liste erfüllst, bist Du für Kassen-Nachschauen deutlich entspannter aufgestellt.
Finanzierung und Services: Flexibel bleiben, sicher betreiben
Gerade beim Rollout neuer POS‑Technik ist Planungssicherheit Gold wert. Deshalb sind flexible Optionen ein echter Hebel:
- Finanzierung
- Kauf auf Rechnung: Maximale Kontrolle über Deine Liquidität.
- Ratenzahlung: Streckt die Investition über die Nutzungsdauer – ideal bei Filialausbau.
- Servicepakete
- Fachberatung: Auswahl, Setup und Schulung passgenau zu Deinem Betrieb.
- Fernwartung: Schnelle Hilfe, Updates, regelmäßige Health‑Checks – ohne Anfahrt.
- Logistik & Konditionen
- Wettbewerbsfähige Preise, die Budgetspielräume lassen.
- Schneller Versand, damit Projekte nicht an Lieferzeiten scheitern.
- Kundennahe Betreuung mit festen Ansprechpersonen.
Mit MagicPOS bekommst Du alles aus einer Hand: Kassensoftware (GastroSoft/PosSoft), integrierte TSE, geprüfte Hardware, flexible Bezahlung – plus Support, der Dich im Alltag wirklich entlastet.
Mini‑Use‑Cases: Vier Szenarien aus der Praxis
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Apotheke (HV‑Tisch mit PosSoft + 2D‑Scanner)
- eRezept‑Code scannen, PZN automatisch übernehmen, Beratungshinweise beachten.
- Zahlung, TSE‑Beleg mit allen Pflichtinfos, Tagesabschluss inkl. DSFinV‑K‑Export.
- Vorteil: Fehlerarme Erfassung, revisionssichere Dokumentation, schnelle Abläufe.
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Restaurant (GastroSoft + Küchen-/Thekendrucker + Orderpads)
- Tisch anlegen, Vorspeise/Hauptgang/Drinks an Küche/Bar routen, später Rechnung splitten.
- Trinkgeld erfassen, Bewirtungsbeleg drucken, TSE‑konform abschließen.
- Vorteil: Flotter Service, klare Produktion, rechtssichere Bons.
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Boutique (PosSoft + Bondrucker + Etikettendrucker)
- Größe/Farbe via Barcode, Rabattaktion an der Kasse, Retouren mit Belegreferenz.
- TSE‑Signatur läuft im Hintergrund, Kundendisplay zeigt Summen transparent.
- Vorteil: Schneller Checkout, saubere Inventur, zufriedene Kundschaft.
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Klinikbereich (Kassenpunkt in Cafeteria/Shop mit PosSoft)
- Mitarbeiterrabatt per Karte, Bar/Karte akzeptieren, Tagesberichte nach Kostenstellen.
- DSFinV‑K‑Export für interne Revision, stabile Bondrucke im Mittagspeak.
- Vorteil: Einheitliche Abläufe, klare Nachvollziehbarkeit, geringe Ausfallzeiten.
Nächste Schritte: So findest Du Dein Setup
- Entscheide Dich für die Prozesswelt: GastroSoft (Gastro/Hotel) oder PosSoft (Retail/Apotheke).
- Wähle Deinen Hardware‑Stack: Bondrucker/Scanner/Displays pro Bereich.
- Plane Migration + TSE mit der Checkliste oben.
- Sichere Dir Beratung, Fernwartung und Finanzierung, die zu Deinem Zeitplan passt.
Wenn Du magst, begleiten wir Dich von der ersten Bedarfsklärung über die TSE‑Einrichtung bis zum Go‑Live – mit praxisnaher Fachberatung, schnellem Versand und Support, der Dich auch nach dem Rollout nicht allein lässt. So wird Fiskalisierung 2026 nicht zur Hürde, sondern zum Rückenwind für reibungslose, skalierbare POS‑Prozesse.