Ein Bondrucker wirkt unscheinbar – bis er ausfällt oder nicht zur Umgebung passt. Dann stoppt der Verkauf, Bestellungen stauen sich, und Gäste warten. Mit der passenden Druckerklasse sicherst du reibungslose Prozesse: leise, schnelle Tresendrucker für den Einzelhandel und die Rezeption, robuste Küchendrucker für Hitze und Feuchtigkeit in der Gastro-Küche, und mobile Bondrucker für Bestellungen am Tisch, Lieferservice oder Visiten auf Station. Dieser Guide hilft dir, gezielt die richtige Wahl zu treffen – inklusive Praxisbeispielen mit GastroSoft und PosSoft, Checkliste, TCO-Tipps und Fallback-Strategien.
Tresendrucker: Schnell, leise, zuverlässig im Kundenkontakt
Am POS zählt Tempo und Komfort. Tresendrucker sind in der Regel Thermodrucker mit 80 mm Papierbreite, die Quittungen gestochen scharf und nahezu geräuschlos ausgeben.
Worauf du achten solltest:
- Druckbreite: 80 mm ist Standard für den Einzelhandel, Hotellerie-Frontdesk und Apotheken. Mehr Platz für Logos, TSE-Infos, QR-Codes, Retourenhinweise.
- Geschwindigkeit: 200–300 mm/s oder mehr beschleunigen Warteschlangen spürbar.
- Auto-Cutter: Unverzichtbar bei hohen Volumina. Saubere, perforationsfreie Abrisse, weniger Papierstau.
- Schnittstellen: USB für direkte Kassenanbindung, LAN für vernetztes Drucken, WLAN wenn Kabel nicht möglich ist. Bluetooth ist praktisch für mobile Kassenplätze.
- Papiermanagement: Frontauswurf oder Top-Exit – Frontauswurf ist resistenter gegen Staub, Krümel und Reinigungswasser am Tresen.
- Hygiene: Glatte, wischfeste Oberflächen; in Apotheken und Krankenhaus-Kiosken auf desinfektionsbeständige Gehäuse achten.
Best Practice:
- Einzelhandel: 80-mm-LAN-Thermodrucker an die Kasse mit TSE-fähiger Software (GastroSoft/PosSoft). Drucke mit Logo, QR-Code, Aktionshinweisen.
- Hotellerie: Rezeption druckt Rechnungen und Belege über LAN/WLAN; Backoffice kann zentral Statistiken und Journale ausgeben.
- Apotheke/Klinikverkauf: 80-mm-Thermodrucker mit guter QR-Lesbarkeit für TSE/Ausweis-Infos; Frontauswurf für mehr Hygiene.
Küchendrucker: Gebaut für Hitze, Dampf und Spritzer
In der Küche herrscht ein anderes Klima: hohe Temperaturen, Dampf, Fett, Feuchtigkeit. Hier brauchen Drucker Schutz und Signalwirkung.
Optionen und Kriterien:
- Thermodrucker mit Schutzklasse: Spritzwassergeschützte Gehäuse, versiegelte Tasten, optional akustischer Buzzer. Hohe Zuverlässigkeit bei moderater Hitze/Feuchte.
- Nadeldrucker (Impact): Bewährt bei starker Hitze/Feuchtigkeit; Papierausgabe bleibt auch bei Dampf stabil, Tinte ist weniger hitzeempfindlich. Etwas lauter, langsamer, dafür extrem robust.
- Montage: Wandhalterung oder Unterbau spart Platz, schützt vor Verschmutzung.
- Netzwerk: LAN ist in der Küche König (stabil, latenzarm). WLAN nur mit sehr guter Abdeckung und professionellem Roaming.
- Aufmerksamkeit: Summer/Buzzer und farbliche Bonköpfe helfen, neue Bestellungen nicht zu übersehen.
Best Practice:
- Küche und Bar separat ansteuern (Kitchen-LAN): Jeder Bereich erhält nur die relevanten Positionen (Vorspeisen, Hauptgänge, Drinks).
- Papierbreite: 80 mm für gut lesbare Bons mit Modifiern, Gängen und Sonderwünschen.
- Auto-Cutter: Reduziert Papierstau und beschleunigt die Abnahme.
Mobile Bondrucker: Flexibel am Tisch, im Lieferdienst und auf Station
Mobile Drucker punkten, wenn der Bondruck zu den Menschen kommen soll – am Gastraum-Tisch, an der Zimmertür, beim Lieferservice oder während Visiten.
Darauf kommt es an:
- Gewicht und Akkulaufzeit: Mindestens eine Schicht durchhalten; Wechselakku bei hoher Frequenz.
- Schnittstellen: Bluetooth ist Standard am Tisch; WLAN macht Sinn, wenn du roamingfähige Infrastrukturen hast (z. B. Hotellerie/Medizin).
- Papierbreite: 58 mm ist typischer Mobildruck-Standard – kompakt, kostengünstig. Für TSE-Infos oder umfangreiche Hinweise kann 80 mm mobiler Druck sinnvoll sein, ist aber größer.
- Robustheit: Stoßschutz, Gürteltasche, Regen- und Spritzwasserresistenz für Lieferdienste.
Anwendungsfälle:
- Gastro-Service: Bestellung am Tisch in GastroSoft erfassen, Bon direkt an Küche/Bar senden; auf Wunsch Zahlbeleg am Tisch drucken.
- Lieferdienst: Tourstart- und Abschlussbelege via Bluetooth aus der Fahrer-App.
- Medizin: Visiten- oder Abgabebelege auf Station, Patientenetiketten im Ausnahmefall – hier auf desinfektionsbeständige, geschlossene Designs achten.
Schnittstellen und Netzwerkkonzepte: Stabil drucken, auch wenn’s voll ist
Verbindungen entscheiden über Performance und Ausfallsicherheit. Wähle zukunftssicher und passend zu deinen Räumen.
Schnittstellen im Überblick:
- USB: Einfach, stabil, Punkt-zu-Punkt an einer Kasse.
- LAN (Ethernet): Best Practice für stationäre Drucker. Unterstützt mehrere Kassenclients, ist robust gegenüber Störungen.
- WLAN: Flexible Platzierung ohne Kabel, ideal bei Mietobjekten. Setzt gute AP-Abdeckung und Roaming voraus.
- Bluetooth: Perfekt für mobile Drucker nahe am Gerät (kurze Distanzen, energiesparend).
Netzwerk-Design-Tipps:
- Kitchen-LAN: Küchen- und Bardrucker per LAN, mit festen IPs oder DHCP-Reservierungen. So drucken mehrere Terminals zuverlässig auf dieselben Geräte.
- WLAN-Roaming: In größeren Gasträumen/Hotels 802.11k/v/r aktivieren; gleiche SSID, überlappungsfreie Kanäle. Mobile Drucker profitieren von stabilen Übergaben.
- Bluetooth im Service: Geräte nah am Drucker halten, Interferenzen (Mikrowellen, dicke Wände) beachten.
- Segmentierung: VLAN für Kassen- und Drucker-Netz; Gast-WLAN strikt trennen.
- Monitoring: SNMP/Ping-Checks für Drucker – frühzeitig Papier-/Statusprobleme erkennen.
Wichtig für Fiskalisierung:
- Die TSE sitzt in/bei der Kasse, nicht im Drucker. Der Drucker muss nur das vom Kassensystem erzeugte TSE-Belegdatenformat sauber und gut lesbar ausgeben (QR-/Text). 80 mm macht das je nach Layout leichter.
Druckleistung, Papier und Hygiene: Was im Alltag den Unterschied macht
Druckgeschwindigkeit und -breite:
- 80 mm: Schnell, gut lesbar, Platz für TSE-/Logo-/Hinweisblöcke; Standard für Tresen und Küche.
- 58 mm: Kompakter, günstiger, ideal mobil. Prüfe, ob dein Beleglayout mit TSE-Infos sauber passt.
- Geschwindigkeit: Küchen- und Tresendrucker sollten 200+ mm/s bieten; Nadeldrucker sind langsamer, aber extrem robust.
Papiermanagement:
- Auto-Cutter: Pflicht bei Volumen. Senkt Papierstau, spart Zeit.
- Rollenwechsel: Drop-in-Mechanismus spart Sekunden pro Bonrolle.
- Papierqualität: Thermopapier ohne chemische Entwickler (BPA/BPS-frei) bevorzugen. Für Langzeitaufbewahrung auf geeignetes Archivpapier achten.
- Bonverkürzung: Features wie Komprimierung/Schriftverdichtung reduzieren Papierkosten.
Hygiene und Robustheit:
- Geschlossene, wischfeste Oberflächen; frontale Papierausgabe gegen Spritzer.
- In Küche/Medizin auf Schutzklassen, abgedichtete Tasten und Reinigung mit Desinfektionsmitteln achten.
- Kabelmanagement: Fixierung/Knicksicherung verlängert Lebensdauer.
Praxisbeispiele: GastroSoft- und PosSoft-Workflows im Zusammenspiel mit fiskalkonformen Prozessen
Gastronomie (GastroSoft):
- Tischbestellung: Service erfasst Positionen am Tablet; GastroSoft routet automatisch an Küchen- und Bardrucker (z. B. Kursfolge, Modifier, Allergene).
- Produktion: Küchenbons kommen über LAN-Drucker mit Buzzer an; Nachbestellungen werden zusammengeführt, Stornos klar markiert.
- Bezahlung: Abschluss am Tisch oder Tresen; fiskalkonformer Beleg inkl. TSE-Daten wird am 80-mm-Tresendrucker oder mobilem Drucker ausgegeben.
Hotellerie:
- Bar/Room-Service: Bestellungen aus der Hotelsoftware an Bar- und Küchendrucker; zentrale Kassenabrechnung am Frontdesk-Drucker.
- Frühstück/Events: Stationäre Drucker an Buffets/Stationen für Produktions- und Abrechnungsbons.
Einzelhandel (PosSoft):
- Kassenworkflow: Waren-Scan, Rabatt, Zahlung; TSE-signierter Beleg am LAN-Tresendrucker. Retouren und Gutschriften bleiben lesbar durch 80 mm Breite.
- Filialnetz: Mehrere Kassen drucken auf gemeinsame Tresendrucker via LAN, Ausfallabsicherung über Zweitdrucker.
Medizin/Apotheke/Krankenhaus-Kiosk:
- Abgabe- und Zahlungsbelege: PosSoft mit TSE erzeugt vollständige Belege; 80-mm-Drucker sorgt für klare QR-/Textblöcke.
- Stationäre Ausgaben: Mobile Drucker für Stationsbelege; desinfektionsbeständige Gehäuse erleichtern Reinigung.
Hinweis: Die genaue Einrichtung und das Beleglayout werden an deine Branche und gesetzlichen Anforderungen angepasst – MagicPOS unterstützt dich dabei per Remote-Setup.
Entscheidungs-Checkliste: So triffst du schnell die richtige Wahl
- Umgebung:
- Tresen/Frontdesk: Leiser 80-mm-Thermodrucker mit Auto-Cutter.
- Küche/Produktion: Spritzgeschützter Thermo- oder Nadeldrucker, LAN, Buzzer.
- Mobil: Leichter 58-mm- oder 80-mm-Drucker mit Bluetooth/WLAN und starkem Akku.
- Schnittstellen:
- Stationär: LAN bevorzugt; USB als Fallback; WLAN, wenn Verkabelung fehlt.
- Mobil: Bluetooth für kurze Distanzen; WLAN für roamingfähige, größere Bereiche.
- Druckleistung:
- ≥200 mm/s für Tresen/Küche; 80 mm für TSE-/Logo-/Hinweis-Layouts.
- Papier und Cutter:
- Auto-Cutter, Drop-in-Laden, BPA/BPS-freies Papier, Bonverkürzung aktivieren.
- Hygiene/Robustheit:
- Desinfektionsbeständige Gehäuse, Frontauswurf, Wandmontage in der Küche.
- Netzwerk:
- Feste IPs/DHCP-Reservierungen, VLAN-Trennung, Monitoring.
- Software-Workflow:
- Prüfen, welche Drucker GastroSoft/PosSoft nativ unterstützen; Testdrucke mit TSE-Beleg.
- Service/Tausch:
- Ersatzrolle, Ersatzdrucker, Fernwartung einplanen.
TCO, Sicherheit und Fallback: Kosten im Griff, Ausfälle vermeiden
Gesamtbetriebskosten (TCO) senken:
- Verbrauchsmaterial: Qualitäts-Thermopapier, Bulk-Einkauf; Bonlänge optimieren (Logo komprimieren, unnötige Leerzeilen vermeiden).
- Wartung: Regelmäßige Reinigung der Transportrollen und des Cutters; Firmware-Updates einspielen.
- Langlebigkeit: LAN statt wackeligem USB-Hub; Kabel sichern; Staubschutz im Tresenbereich.
- Energie: Standby-Profile und abschaltbare Steckdosenleisten/UPS sinnvoll dimensionieren.
Sicherheit und Fallback:
- Doppelstrategie: Kritische Stationen (Kasse, Küche) mit Zweitdrucker konfigurieren, der automatisch übernimmt.
- Multi-Interface: LAN plus USB-Fallback an der Hauptkasse.
- Offline-Betrieb: Kassensoftware auf Warteschlangen-Druck vorbereiten; Druckaufträge puffern, bis Netzwerk wieder steht.
- USV/Überspannungsschutz: Schützt Drucker und Kasse bei Stromspitzen.
- Monitoring/Alarm: Benachrichtigungen bei Papierende/Druckerfehlern minimieren Ausfallzeiten.
Beschaffung und Setup mit MagicPOS: Schnell startklar, fair finanziert
Du willst nicht nur den passenden Drucker, sondern auch, dass alles sofort läuft? MagicPOS übernimmt:
- Beratung: Fachkundige Empfehlung je nach Branche, Raum und Workflow – vom Tresen über Küche bis zur mobilen Flotte.
- Vorkonfiguration: Drucker mit GastroSoft/PosSoft vorkonfigurieren, IPs vergeben, Beleglayouts anpassen, TSE-konforme Ausgaben testen.
- Remote-Einrichtung: Per Fernwartung werden Drucker und Kassen in dein Netzwerk integriert, Testdrucke durchgeführt und Workflows (Kitchen-Routing, Split-Bons, mobile Belege) geprüft.
- Schnelle Lieferung: Lagerware wird zügig versendet, damit du ohne Verzögerung loslegst.
- Flexible Finanzierung: Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung – passend zu deinem Cashflow.
- Servicepakete: Fernwartung, Updates, optional Ersatzgerätelogistik für kritische Standorte.
Fazit für deine Entscheidung: Tresen = schneller 80-mm-Thermodrucker, Küche = robuster LAN-Drucker mit Schutz und Buzzer, mobil = leichter Bluetooth-/WLAN-Drucker mit langem Akku. Mit dem richtigen Netzwerk-Setup, einer sauberen Integration in GastroSoft/PosSoft und den Serviceleistungen von MagicPOS ist dein Druck von Tag eins an stabil, fiskalkonform und zukunftssicher.