Du führst ein Geschäft, Restaurant, Hotel oder eine Apotheke und willst einfach sicher sein, dass deine Kasse rechtssicher läuft? Verständlich. Zwischen TSE-Pflicht, KassenSichV, DSFinV-K, GoBD und Belegausgabepflicht kann man schnell den Überblick verlieren. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Systemauswahl, klaren Prozessen und verlässlichem Support ist Compliance im Tagesgeschäft kein Drama – selbst bei komplexen Fällen wie Tischwechseln, Split-Zahlungen, Retouren, City-/Kurtaxe oder Rezepturverkauf.
Stand heute werden in Deutschland elektronische Kassensysteme mit zertifizierter TSE verlangt, Daten müssen nach DSFinV-K exportierbar sein, Prozesse GoBD-konform dokumentiert werden, und Belege sind verpflichtend anzubieten (papierhaft oder digital, wenn der Kunde einverstanden ist). Prüfe bei Bedarf aktuelle Hinweise des BSI bzw. deiner Finanzverwaltung – wir richten dich in der Praxis so ein, dass du auf der sicheren Seite bist.
Die Essentials im Klartext: TSE, KassenSichV, GoBD, DSFinV-K, Belegausgabe
- TSE-Pflicht (KassenSichV): Deine elektronische Kasse muss an eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) angebunden sein. Die TSE protokolliert und signiert relevante Geschäftsvorfälle manipulationssicher.
- GoBD: Alles muss vollständig, richtig, zeitgerecht, unveränderbar und nachvollziehbar dokumentiert sein. Dazu gehören Kassenjournal, Stammdatenänderungen, Belegablage, Verfahrensdokumentation und ein internes Kontrollsystem.
- DSFinV-K: Einheitliches Exportformat für Kassen- und Aufzeichnungsdaten, das Prüfer anfordern. Deine Kasse muss periodenscharf und strukturiert exportieren können – inklusive TSE-Daten.
- Belegausgabepflicht: Zu jedem Geschäftsvorfall muss ein Beleg angeboten werden – klassisch gedruckt oder digital (wenn der Kunde zustimmt).
- Kassen-Nachschau: Die Finanzverwaltung darf unangekündigt kommen. Du solltest jederzeit Z-Berichte, DSFinV-K-Exports und TSE-Daten bereitstellen können.
Wie dir das in der Praxis hilft: Eine sauber integrierte Lösung aus Kasse, TSE, Software und Support nimmt dir 90% der Komplexität ab – du konzentrierst dich auf dein Geschäft.
Branchenpraxis: So sieht Compliance im Alltag aus
- Gastronomie: Tischwechsel und Split-Zahlung
- Tischwechsel: Der Wechsel von Tisch A zu Tisch B muss mit Historie nachvollziehbar sein. Deine Kasse protokolliert den Vorgang, die TSE zeichnet die relevanten Schritte. Wichtig ist, dass geparkte Bons, Umbuchungen und Bedienerwechsel im Journal landen.
- Split-Zahlung: Ein Tisch wird in Bar, Karte und ggf. Gutschein geteilt? Die Kasse teilt den Bon korrekt auf, vergibt separate Zahlungsbelege und protokolliert die Teilzahlungen. Trinkgelder werden sauber erfasst.
- Einzelhandel: Storno und Retouren
- Storno/Retouren: Keine stillen Löschungen. Korrekturen erfolgen als negative Position mit Bezug auf den Originalbeleg (Belegnummer/Datum). Gründe (z. B. „Falscher Artikel“) sind wählbar, die TSE zeichnet mit. Preisänderungen werden revisionssicher dokumentiert.
- Inventur/Preisaktionen: Änderungen an Artikeln, Steuersätzen oder Preisen gehören in die Stammdatendokumentation.
- Hotellerie: City-/Kurtaxe
- City-/Kurtaxe sind getrennt auszuweisen und müssen im System eigenständig geführt werden. Je nach Kommune kann es Besonderheiten geben – deshalb getrennte Artikel/Leistungsarten, eigene Kontierungen und klare Belegtexte, damit Prüfer die Durchgängigkeit sehen.
- Zahlartenmix (Vorauszahlung, Firmenrechnung, Bar im Haus): Alles wird differenziert verbucht, inklusive Stornorechnungen und Debitorenabgleich.
- Apotheken: Rezeptur vs. Freiwahl
- Rezepturen und RX/OTC-Fälle haben unterschiedliche Anforderungen und oft abweichende Steuersätze. Die Kasse muss beides getrennt führen, eindeutig auf Belegen ausweisen und revisionssicher protokollieren.
- Spezialfälle wie Taxpunktabrechnungen oder Zuzahlungen werden transparent abgebildet – inkl. korrekter Belegausgabe und Export.
Typische Prüfungsfallen – und wie du sie elegant vermeidest
- Stilles Löschen und handschriftliche Kassenkorrekturen: Verboten. Immer über Storno-/Korrekturprozesse mit Grund laufen lassen, damit TSE und Journal es erfassen.
- Fehlende Verfahrensdokumentation: Ohne „Wie“ und „Wer“ deiner Prozesse wird es unangenehm. Lege eine kurze, aktuelle Doku an: Systemlandschaft, Verantwortlichkeiten, Arbeitsanweisungen, Datensicherung, Rechtekonzept.
- Unklare Bedienerrechte: Jeder Mitarbeitende braucht ein persönliches Login. Sammelaccounts führen zu Lücken in der Nachvollziehbarkeit.
- Nicht abgelegte Belege/Anhänge: Digitalbelege, Lieferscheine, Hotel-Extrakosten, Rezepturanhänge – archiviere sie geordnet und verknüpft.
- DSFinV-K-Export nicht testbar: Warte nicht bis zur Prüfung. Teste Export und Wiederherstellung in Ruhe vorab.
- Tagesabschluss vergessen: Z/Schichtabschluss täglich durchführen. Kassensturzfähigkeit jederzeit sicherstellen.
- TSE abgelaufen/nicht synchron: Ablaufdatum und Uhrzeitabweichungen prüfen. Bei TSE-Wechsel: Altdaten sichern, Wechsel dokumentieren.
- Mischfälle falsch behandelt: Trinkgeld, Pfand, Gutscheine, Rabatte, City-/Kurtaxe oder Rezepturzuschläge brauchen klare Kontierung und Belegdarstellung.
Schritt-für-Schritt-Checkliste zur schnellen Umsetzung
1) Bestandsaufnahme
- Welche Kasse nutzt du? TSE vorhanden und gültig? Welche Softwareversion (z. B. GastroSoft/PosSoft)? Welche Peripherie (Bondrucker, Scanner)?
- Welche branchenspezifischen Fälle gibt es bei dir (Split-Zahlungen, Retouren, Kurtaxe, Rezepturen)?
2) Soll-Konzept
- Beleglayout und Prozesse (Tischwechsel, Retouren, Kurtaxe, Rezeptur) definieren.
- Rollen-/Rechtekonzept aufsetzen (Bediener, Admin, Kassenführung).
- Verfahrensdokumentation als kurzer Leitfaden (PDF) anlegen.
3) Technik aufsetzen
- Zertifizierte TSE anbinden, Uhrzeit synchronisieren, Signaturprüfung testen.
- Kassen- und Artikelstammdaten strukturieren (Steuersätze, Leistungsarten, Gebühren).
- Zahlungsarten, Trinkgeldlogik, Gutscheine, Pfand sauber konfigurieren.
4) Compliance testen
- DSFinV-K-Export für einen Testzeitraum erstellen und prüfen.
- TSE-Daten (Signaturen/TAR-Archive) exportieren und auf Vollständigkeit checken.
- Tagesabschluss/Z-Berichte fahren, Kassensturz durchführen.
5) Schulung & Go-Live
- Team in 60–90 Minuten auf die Kernprozesse schulen (Storno, Tischwechsel, Split, Retouren, Kurtaxe, Rezeptur).
- Checkliste unterschreiben lassen, damit Verantwortlichkeiten klar sind.
6) Betrieb & Pflege
- Tägliche Backups, monatliche Probeläufe von Exporten, TSE-Ablauf im Blick behalten.
- Änderungen an Stammdaten dokumentieren und in der Verfahrensdokumentation nachziehen.
Datenexport und Kassenbuchführung: so bleibt alles prüffest
- DSFinV-K-Export: Periodisch (z. B. monatlich) erstellen und an sicherem Ort ablegen. Prüfer wählen oft einen Zeitraum – du solltest diesen Export binnen Minuten liefern können.
- TSE-Daten: TAR-Archive/Signaturdateien mit ablegen; bei TSE-Wechsel Alt- und Neudaten gemeinsam vorhalten.
- Z-Berichte und Journal: Täglich sichern. Der Z-Bon ist kein Ersatz für den DSFinV-K-Export, gehört aber zur prüffesten Kassenführung.
- GoBD-Zugriffsarten: Z1 (Direktzugriff), Z2 (mittelbarer Zugriff), Z3 (Datenträgerüberlassung). Deine Lösung sollte alle Wege unterstützen, praktisch ist meist Z3 via Export.
- Kassenbuch: Für Barbewegungen ein lückenloses, tagesgenaues Kassenbuch führen. Keine Negativbestände. Kassensturzfähigkeit jederzeit sicherstellen.
- Aufbewahrung: Steuerrelevante Unterlagen und Daten in der Regel 10 Jahre sicher, vollständig und unveränderbar aufbewahren.
- Digitale Belege: Nur mit Einverständnis des Kunden. Einheitliches Format, klare Belegnummern, Bezug zur Transaktion.
In 30 Tagen live: der Rollout mit MagicPOS
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Woche 1 – Analyse & Angebot:
- Kurzer Remote-Check der vorhandenen Kasse/IT, Branchencases aufnehmen, GoBD-Basiskonzept abstimmen.
- Verbindliches Angebot mit Hardware/Software/TSE, Servicelevel und Finanzierungsoptionen (Rechnung, Ratenzahlung).
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Woche 2 – Konfiguration & Versand:
- Vorkonfiguration deiner Kasse mit TSE-Anbindung, Beleglayouts, Stammdaten (Artikel, Steuersätze, Gebühren).
- Schneller Versand der Hardware (Bondrucker, Scanner, Kassenlade) – alles aus einer Hand.
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Woche 3 – Installation & Schulung:
- Vor-Ort- oder Remote-Setup, Funktionstest TSE/DSFinV-K.
- Kompakte Teamschulung: Storno/Retouren, Tischwechsel/Split, Kurtaxe, Rezeptur, Tagesabschluss.
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Woche 4 – Probelauf & Go-Live:
- Test exports (DSFinV-K, TSE), Z-Bon-Probe, Kassensturz.
- Feinschliff der Verfahrensdokumentation, Go-Live mit Stand-by-Fernwartung.
Unsere integrierten MagicPOS-Kombinationen aus GastroSoft/PosSoft, zertifizierter TSE-Schnittstelle und abgestimmter Hardware sorgen dafür, dass du ohne Bastelei durchstartest. Änderungen oder Filial-Rollouts? Skalierbar – dank zentralem Template und Fernwartung.
Warum MagicPOS den Unterschied macht
- Branchenfit: Vorgefertigte Profile für Handel, Gastro, Hotellerie und Apotheken – die Spezialfälle sind bereits gedacht.
- Komplett integriert: Kasse, TSE, GastroSoft/PosSoft, Bondrucker, Scanner, Kassenlade – alles kompatibel und aus einer Hand.
- Schnell und fair: Wettbewerbsfähige Preise, schneller Versand, planbare Budgets mit Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung.
- Service, der mitdenkt: Fachberatung, Fernwartungspakete, feste Reaktionszeiten, proaktive Update-Hinweise und Export-Checks.
- Prüfsicher: DSFinV-K-Export auf Knopfdruck, TSE-Health-Check, GoBD-konforme Workflows, Beleglayouts passend zu deinen Fällen.
- Zukunftssicher: Wenn sich etwas ändert, bekommst du von uns praxisnahe Umsetzungsvorschläge – nicht nur PDFs, sondern echte Lösungen.
Mini-Playbooks für deine Schlüsselprozesse
- Gastro – Split-Zahlung in 60 Sekunden:
- Tisch wählen, Positionen auswählen, Zahlungsarten zuordnen (bar/Karte/Gutschein), separate Belege drucken/versenden, Tagesabschluss – fertig. Das Journal zeigt Bediener, Zeitstempel, Zahlarten.
- Retail – Retouren ohne Risiko:
- Beleg scannen, Retoure als negative Position mit Grund erfassen, Geldfluss und Lagerbestand automatisch anpassen, Beleg neu ausgeben. DSFinV-K verknüpft Retoure und Ursprungsvorgang.
- Hotel – City-/Kurtaxe sauber trennen:
- Eigene Leistungsart anlegen, getrennt ausweisen und kontieren, ggf. Befreiungen dokumentieren, Abrechnung an Kommune getrennt nachvollziehbar.
- Apotheke – Rezeptur & Freiwahl:
- Getrennte Warengruppen/Steuersätze, Rezepturpauschalen abbilden, Zuzahlung transparent, Beleg mit klarer Positionierung. Export trennt RX/OTC sauber.
Pro Tipp: Lege dir in der Kasse Favoriten-Workflows an (z. B. „Tisch splitten“, „Retoure mit Belegbezug“). Das spart Zeit und reduziert Fehler – insbesondere bei Personalwechsel.
Fazit: Compliance im Griff – ohne Bürokratiefrust
Mit einer integrierten, TSE-zertifizierten Kassenlösung, klaren Prozessen und einem Servicepartner, der die Sprache deiner Branche spricht, wird Compliance zum Teil deines Tagesgeschäfts – nicht zum Stolperstein. Du bekommst Transparenz, prüffeste Daten und die Freiheit, dich um Gäste, Kunden und Patienten zu kümmern. Und falls die Finanzverwaltung klingelt, bist du vorbereitet: DSFinV-K-Export bereit, TSE fit, Verfahrensdokumentation auf dem aktuellen Stand.
Wenn du in 30 Tagen sicher live gehen willst – mit fairen Konditionen, schneller Lieferung und Fernwartung im Rücken – setz auf integrierte MagicPOS-Lösungen mit GastroSoft/PosSoft und TSE-Schnittstelle. So bleibt deine Kasse compliant, deine Abläufe schlank und dein Budget planbar.