Securpharm ist längst Routine in der Offizin: Packung scannen, Status prüfen, sicher abgeben. Damit das schnell, sicher und ohne Frust läuft, brauchst du zwei Dinge, die perfekt zusammenspielen: einen Securpharm-tauglichen 2D-Barcodescanner und einen Apothekendrucker, der sowohl Rezeptur-/Warenetiketten als auch Bons zuverlässig liefert. Klingt simpel – in der Praxis machen Details wie GS1-DataMatrix-Unterstützung, Etikettenmaterial, DPI, Kontraste oder Treibereinstellungen den Unterschied zwischen „läuft“ und „läuft gar nicht“.
In diesem Leitfaden bekommst du kompakte Entscheidungshilfen, praxisnahe Checklisten und typische Fehlerquellen – plus, wie MagicPOS dich mit fertigen Bundles, schneller Lieferung, Fernwartung und flexiblen Zahlungsoptionen zügig ans Ziel bringt.
Der richtige 2D-Scanner: GS1-DataMatrix first, alles andere nice to have
Für Securpharm brauchst du zwingend einen 2D-Imager, der GS1 DataMatrix sicher lesen und korrekt interpretieren kann. Wichtige Merkmale:
- GS1-DataMatrix mit AI-Parsing: Der Scanner muss die Application Identifiers (z. B. 01 GTIN, 17 Verfall, 10 Charge, 21 Seriennummer) erkennen und so ausgeben, wie es deine Warenwirtschaft erwartet.
- Omnidirektionales Scannen: Egal wie die Packung gehalten wird – der Code wird erfasst. Spart Zeit und Nerven an der Tara.
- Freihandbetrieb/Präsentationsmodus: Mit Standfuß oder Cradle hältst du beide Hände frei, die Erfassung startet automatisch (Autosense).
- Desinfektionsmittelbeständiges Gehäuse: Geräte mit robuster, alkoholbeständiger Oberfläche (idealerweise IP54 oder höher) überleben die Offizin-Reinigung länger.
- 1D- und 2D-Vielfalt: Neben GS1 DataMatrix auch EAN/UPC, Code128/39 (PZN), QR usw. – wichtig für Altpacks, Rezepturen oder Lieferdokumente.
- Zielmarkierung und gute Optik: Ein helles Ziellaser-/LED-Pattern hilft bei kleinen Codes auf Rundgebinden.
- Schnittstellen und Profile: USB-HID (Tastaturmodus) ist Standard, viele WWS-Lösungen mögen aber auch USB-COM/seriell oder OPOS/JPOS. Idealerweise umschaltbar.
- Konfigurations-Features: FNC1-Erkennung, Prefix/Suffix (z. B. Tab/Enter), deutsche Tastaturbelegung, Timeouts, Ton/Lautstärke.
Scanner-Checkliste: Auswahl und Einrichtung
Wenn du einen Scanner auswählst oder neu einrichtest, geh diese Liste durch:
- Unterstützt der Scanner explizit GS1-DataMatrix und AI-Parsing?
- Ist die DataMatrix-Symbologie aktiviert? (Werkseinstellungen sind nicht immer ideal)
- Sind FNC1/Group Separator korrekt konfiguriert (z. B. als <GS> oder als sichtbares Trennzeichen), so wie deine WWS es braucht?
- Passt die Ausgabeart? USB-HID (Tastatur) vs. COM/OPOS. Prüfe die Empfehlung deines Softwarehauses.
- Sind die richtigen Suffixe gesetzt? Häufig sinnvoll: Enter/Tab nach dem Scan.
- Ist die Tastaturbelegung auf „Deutsch“ gesetzt, damit Sonderzeichen korrekt ankommen?
- Funktioniert der Präsentationsmodus (Autosense) und ist er empfindlich genug eingestellt?
- Ist das Gehäuse desinfektionsmittelbeständig und ggf. IP-zertifiziert?
- Testet ihr typische Apothekencodes: GS1 DataMatrix (Securpharm), EAN/UPC, PZN (Code128/39) und QR?
- Wird auch auf kleinen, gewölbten Flächen zuverlässig gelesen? Teste an Fläschchen/Salbentiegeln.
Praxis-Tipp: Richte dir ein Profil mit „sanften“ Beep-Lautstärken ein – angenehm für das Team, aber hörbar für die Verifizierung.
Der passende Apothekendrucker: Etikett und Bon ohne Kompromisse
In der Apotheke brauchst du meistens zwei Druckerwelten:
1) Etikettendrucker für Rezeptur-, Defektur- und Warenetiketten
- Drucktechnologie:
- Thermodirekt: Einfach, ohne Farbband. Ideal für kurzfristige Etiketten. Achtung: Hitze/UV und Alkohol lassen sie schneller verblassen.
- Thermotransfer: Mit Farbband (Wachs/Wachs-Harz/Harz). Beste Haltbarkeit und Chemikalienbeständigkeit – top für Rezeptur und feuchte/kühle Lagerung.
- Auflösung (DPI):
- 203 dpi: Standard, ausreichend für größere Etiketten und klare Schrift.
- 300 dpi: Empfehlung für kleine Behälter, feinen Text, Barcodes auf engem Raum.
- 600 dpi: Spezialfälle (sehr klein/Logo-fokus).
- Material & Kleber:
- Papier: Günstig, ok für kurze Haltbarkeit.
- Synthetik (PP/PET): Robust, feuchtigkeits- und wischfest, gute Chemikalienresistenz.
- Kleber: Permanent für Kartons/Glas; stärkerer Kleber für kleine Rundgebinde; ggf. kälteresistente Varianten für Kühlschrankware.
- Etikettenlayout:
- Klare Schrift (min. 6–7 pt bei 300 dpi), ausreichender Kontrast, gut platzierte Barcodes (ruhige Zonen).
- Platz für Pflichtangaben (z. B. Rezeptur-Daten, Haltbarkeit, Lagerhinweise, Barcode/PZN).
2) Bondrucker fürs Kassenmodul
- Thermodirekt, 80 mm (oder 58 mm) Bonbreite, mit automatischem Cutter.
- Hohe Ausgabegeschwindigkeit (z. B. ≥200 mm/s) für Stoßzeiten.
- Anschlussvielfalt: USB/Ethernet/Bluetooth; kompatibel mit deiner Kassensoftware.
- Sauberes Druckbild (Grafiken/Logos), langlebige Mechanik, möglichst leiser Betrieb.
Wichtig: Wähle die Druckersprache/Emulation passend zur Software (z. B. ZPL, EPL, TSPL für Etikettendrucker; ESC/POS bei Bons), damit Vorlagen und Befehle korrekt umgesetzt werden.
Drucker- und Etiketten-Checkliste
- Druckerauflösung passend zur Etikettengröße gewählt? Für kleine Fläschchen: 300 dpi.
- Thermotransfer für Rezeptur-/Lageretiketten mit Lösungsmittelkontakt? Passendes Farbband (Harz oder Wachs-Harz) ausgewählt?
- Etikettenmaterial chemikalien- und wischfest? Kontrast stark genug (tiefschwarz)?
- Haftung auf Rundgebinden getestet (kein Ablösen an der Kante)?
- Druckerdunkelheit/Heat-Einstellung korrekt kalibriert (nicht zu dunkel – Barcodes „zulaufen“ sonst)?
- Drucktempo abgestimmt (zu schnell = schwächerer Kontrast bei Thermodirekt)?
- Layout mit Ruhezone um Barcodes (mind. 2–3 mm Rand) erstellt?
- Für den Bon: Breite, Geschwindigkeit, Cutter und Anschluss passend zur Kasse? ESC/POS unterstützt?
- Treiber/Spooler auf dem Kassen-PC aktuell? Passende DPI im Druckertreiber gesetzt?
- Netzwerkkonfiguration (bei LAN-Druckern) mit fixer IP dokumentiert?
Praxis-Tipp: Lege Testetiketten in der Offizin aus und reibe mit Alkoholpads drüber. Wenn der Druck verschmiert, auf Thermotransfer mit Harzband oder anderes Material wechseln.
Integration in Warenwirtschaft und Kasse: So klappt’s ohne Stolperstein
- Scanner an die WWS: Starte mit USB-HID (Tastatureingabe), teste die Feldausgabe. Wenn Feldtrennungen nicht passen, wechsle auf USB-COM/Seriell mit definierten Separators.
- AI-Parsing: Prüfe, ob deine WWS die AIs aus dem GS1 DataMatrix selbst interpretiert oder fertige, getrennte Felder erwartet. Entsprechend Scanner konfigurieren (FNC1, Separatoren, Prefix/Suffix).
- Kassenmodul: Stelle sicher, dass der Bondrucker im richtigen ESC/POS-Modus läuft und Logo/QR-Codes sauber ausgibt. Falls TSE-Anbindung relevant ist, nutze die vom Kassenanbieter freigegebenen Modelle.
- Etikettenvorlagen: Nutze Vorlagensoftware oder die WWS-eigene Etikettenfunktion. Hinterlege Schriftart, Größe, Barcode-Typ und Datenfelder (Charge, Verfall, PZN/GTIN) zentral.
- Treiber und Firmware: Installiere die empfohlenen Treiber (Windows Print Driver/OPOS) und halte Scanner-/Drucker-Firmware aktuell.
- Testszenario: Richte eine kurze Checkroutine ein:
- Securpharm-Testscan (GS1 DataMatrix) → korrekte Werte im Journal?
- EAN/PZN-Scan von OTC → korrekte Artikelerkennung?
- Rezeptur-Etikett mit kleinem Barcode → verifizierbar?
- Bon mit Logo/QR → sauberer Schnitt, keine Zeilenumbrüche?
Dokumentiere die finalen Konfigurationen (Profilcodes, Treiberstände, IPs), damit du im Fall der Fälle schnell reproduzieren kannst.
Typische Fehlerquellen – und schnelle Fixes
- DataMatrix-Symbologie deaktiviert: In vielen Scannern ist GS1-DataMatrix nicht aktiv. Per Konfig-Barcode aktivieren.
- FNC1/Separators falsch: WWS bekommt einen „Datenbrei“. Lösung: FNC1 korrekt interpretieren lassen oder als definierte Trennzeichen (z. B. TAB) ausgeben.
- Falsches Tastaturlayout: Umlaute/Sonderzeichen kommen verstümmelt an. Im Scanner auf „Deutsch“ umstellen.
- Zu geringer Etikettenkontrast: Ursache oft niedrige Druckdichte oder ungeeignetes Material. Dunkelheit erhöhen, langsamer drucken, Thermotransfer nutzen.
- „Zulaufende“ Barcodes: Zu dunkel/zu schnell gedruckt, Linien laufen zusammen. Druckdichte reduzieren, Drucktempo anpassen, hochauflösender drucken.
- Glanz/Reflexion auf lackierten Etiketten: Scanner „blendet“. Matte Materialien nutzen oder Scanwinkel ändern.
- Rundgebinde-Probleme: Barcode zu breit, Krümmung verzerrt das Muster. Kürzere Barcodes/kompaktere Module wählen, 300 dpi nutzen.
- Präsentationsmodus zu träge: Empfindlichkeit im Scanner erhöhen oder Standfuß korrekt ausrichten.
- Treiberkonflikte: Mehrere Druckertreiber/Ports kollidieren. Alte Treiber entfernen, feste Ports/IPs vergeben.
- Netzwerk-Bondrucker nicht erreichbar: DHCP-Wechsel. Statische IP vergeben und in der Kasse hinterlegen.
Quick-Test: Einen GS1-DataMatrix aus 10–15 cm scannen, danach den gleichen Code aus 30 cm. Fällt die Quote stark ab, Optik/Dichte prüfen.
Hygienefreundliche Hardware: Langlebig trotz Offizin-Alltag
Die Offizin ist kein Schonraum: Flächendesinfektion, Alkohol, Temperaturschwankungen. Achte auf:
- Desinfektionsmittelbeständige Gehäuse (Herstellerfreigaben, VAH-gängige Mittel).
- Abdichtungen (IP54/IP65), verdeckte Fugen und robuste Kabel.
- Ablage-/Halterungslösungen, damit Geräte nicht im Sprühnebel liegen.
- Für Drucker: Staubschutz und Etiketten im Karton lagern; Thermomaterial vor Sonnenlicht schützen.
So beschleunigt MagicPOS deine Umsetzung
Du willst keine Tage mit Datenblättern, Treibern und Konfig-Codes verbringen? MagicPOS hat für Apotheken vorkonfigurierte Bundles geschnürt – mit 2D-Scannern und Apothekendruckern, die Securpharm-ready sind und mit typischen Warenwirtschaften und Kassen harmonieren.
Das bekommst du konkret:
- Vorkonfiguration: GS1-DataMatrix aktiviert, FNC1 korrekt, deutsche Tastaturbelegung, sinnvolle Suffixe (z. B. Enter). Präsentationsmodus und Lautstärke voreingestellt.
- Passende Drucker-Setups: Etikettendrucker mit 300 dpi für kleine Rezepturetiketten, geprüfte Materialien (z. B. PP/PET) und – falls nötig – Thermotransfer mit geeignetem Farbband. Bondrucker im ESC/POS-Modus, Cutter getestet.
- Schnelle Lieferung: Damit du ohne lange Wartezeiten startklar bist – gerade wichtig bei Filialen oder Modernisierungen.
- Fachberatung: Auswahl der richtigen Scanneroptik, Etikettenmaterialien, Klebertypen und DPI für deine konkreten Anwendungen (Fläschchen, Faltschachtel, Kühllager).
- Fernwartungspakete: Installation von Treibern, Firmware-Updates, Drucker-Templates, Scannerprofilen – direkt per Remote.
- Flexible Finanzierung: Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung – planbar und liquiditätsschonend.
- Faire Preise und Support: Wettbewerbsfähige Konditionen plus erreichbarer Kundendienst, der deine Sprache spricht.
Mit den passenden Bundles, sauberen Voreinstellungen und einem kurzen Remote-Termin bist du in der Regel binnen eines Tages produktiv – inklusive Securpharm-Scans, Rezeptur- und Warenetiketten sowie Bon-Ausgabe an der Kasse.
Fazit: Weniger Frust, mehr Flow
Securpharm läuft dann reibungslos, wenn Scanner und Drucker exakt auf deine Prozesse, Etiketten und Software abgestimmt sind. Achte auf GS1-DataMatrix mit AI-Parsing, omnidirektionales Scannen, desinfektionsfeste Gehäuse und Freihandbetrieb – und beim Drucken auf die passende Technologie, DPI und Materialqualität. Mit den Checklisten oben findest du schnell die richtige Kombination. Und wenn du Abkürzungen suchst, liefert dir MagicPOS die praxisfertige Komplettlösung: vorkonfiguriert, schnell vor Ort, remote betreut und flexibel finanziert. So wird Securpharm zur Nebensache – und du hast den Kopf frei für deine Kundinnen und Kunden.